Energiemanagement
Minimierung des Energieeinsatzes
Ein wesentlicher Bestandteil des Gebäudemanagements ist das Energiemanagement. Es hat das Ziel, den Energieeinsatz, die damit verbundenen Emissionen und die Energiekosten zu minimieren. Die jährlichen Energiekosten für die von der niedersächsischen Landesverwaltung genutzten Gebäude betragen allein für Wärme (Gas, Öl, Fernwärme), Strom und Wasser etwa 90 Millionen EUR. Diese Summe gilt es bei gleich bleibender oder verbesserter Qualität der Nutzung der Gebäude mittels Energiesparmaßnahmen und durch rationelle Energieverwendung kontinuierlich zu senken. Das im Rahmen des Gebäudemanagement umzusetzende Energiemanagement umfasst:
- die Optimierung der betriebstechnischen Anlagen und ihrer Betriebsweise,
- die Optimierung der baulichen Einflüsse auf den Energieverbrauch und
- die Optimierung der Energielieferverträge
Insbesondere wenn Energieangebot oder Energienachfrage zeitlich variieren oder nicht synchron sind, kann Energiemanagement deutliche Einspareffekte und eine bessere Performance bringen: Blockheizkraftwerke werden strom- oder wärmegeführt betrieben oder sichern eine unterbrechungsfreie Stromversorgung, ausgewählte Energieverbraucher werden in bestimmten Situationen vorübergehend ausgeschaltet, Gebäude werden nachts per natürlicher Lüftung abgekühlt, damit sie die sommerliche Hitze des nächsten Tages absorbieren können, Gefrierschränke kommunizieren mit dem Kraftwerkspark und verschieben bei schwachem Energieangebot ihren Einschaltzeitpunkt soweit für das Gefriergut ohne Gefahr möglich.
Energiemanagement optimiert das Zusammenspiel von schwankendem Energieangebot, vorausschauender Energiespeicherung und angepasster Energienachfrage. Energiemanagement umfasst also alle planenden, steuernden und vorausschauenden Maßnahmen, mit denen die Energieeffizienz von Gebäuden und Energiesystemen erhöht werden.
Bildnachweis: Memo AG, Greußenheim
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- Moderne Gebäudetechnik