Vertikale Lamellensysteme

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Sonnenschutz für Ost- und Westfassaden

Üblicherweise bestehen vertikale Sonnenschutzvorrichtungen aus innen liegenden, textilen Stofflamellen, die an Schienen geführten werden und motorisch oder auch manuell über seitlich angebrachte Leiterkordeln zu bedienen sind. Sie lassen sich meist über ihre Mittelachse drehen und je nach Sicht oder Sonnenschutzbedarf aufstellen oder schließen. Durch die vertikale Verstellmöglichkeit kann dieses Sonnenschutzsystem besonders wirksam auf flachwinklig einfallende Sonneneinstrahlung, wie sie ganzjährig insbesondere an Ost- oder Westfassaden vorkommt, reagieren.

Es ist jedoch auch möglich, ein vertikal gegliedertes Sonnenschutzsystem außen liegend vor die Fassade zu montieren. In diesem Fall können vertikal angeordnete Lamellen, wie auch die horizontale Variante, sowohl aus gefärbtem Glas als auch aus Metall bestehen. Die Glasvariante vermeidet, dass in geschlossenem Zustand eine zu starke Verdunklung in den dahinter liegenden Räumen entsteht. Sie kann jedoch eine Überhitzung nicht so wirkungsvoll verhindern, wie die weniger transparente Metallausführung. Sinnvoll bei beiden Systemen ist die Variabilität des einfallenden Tageslichtes durch die Drehbarkeit um eine Mittelachse.

Während das Sonnenschutzsystem aus horizontal angebrachten Lamellen bei flach stehender Ost- oder Westsonne weitgehend geschlossen gehalten werden muss, um Überhitzung und Blendung zu verhindern, können die Lamellen durch die vertikale Anordnung offener gehalten werden. Dadurch gelangt - trotz wirksamem Sonnenschutz - mehr Tageslicht in die Innenräume. An der Südfassade hingegen haben sich horizontale Lamellen als sinnvoll erwiesen, da die Sonneneinfallswinkel hier wesentlich steiler sind und das System gezielt dem Sonnenstand nachgeführt werden kann.

Bildnachweis: D. Haas-Arndt, Hannover