Spiegelraster in Oberlichtverglasungen
Feststehender Sonnenschutz für Dachöffnungen
Zur Optimierung der Tageslichtnutzung beim Einsatz von Dachoberlichtern - wie z. B. transparente Lichtbänder oder Glasdächer - spielt der Sonnenschutz gegen Blendung und Überhitzung eine entscheidende Rolle. Um die thermischen Lasten gering zu halten, bieten sich beispielsweise im Isolierglas fest integrierte Sonnenschutz-Spiegelraster an. Sie gehören zu den stationären Sonnenschutzsystemen, die diffuses Licht hindurch lassen, gegen direkte Sonneneinstrahlung jedoch gezielt abschirmen. Durch speziell geformte Lamellen aus Kunststoff, die im Isolierglasverbund fest verankert sind, werden Sperr- und Durchlassbereiche für das einfallende Licht hergestellt. Durch die Geometrie und die Verspiegelung der Längslamellen wird erreicht, dass die direkte Sonneneinstrahlung zurückreflektiert wird.
Während die lichtundurchlässigen Elemente meist nach Süden orientiert sind und aus Gründen der besseren Reflexion mit Reinstaluminium verspiegelt werden, sind die lichtdurchlässigen Bereiche nach Norden ausgerichtet. Sie versorgen so den Raum mit blend- und schlagschattenfreiem Tageslicht, ohne ihn nennenswert zu verdunkeln. Zenitlicht und diffuses Himmelslicht gelangen nahezu ungehindert in den Raum, direktes Sonnenlicht hingegen wird abgeschirmt. Sonnenschutz-Spiegelraster können in unterschiedlich geneigte Oberlichtverglasungen eingebaut werden, wobei für jede Neigung ein speziell dafür ausgelegtes Raster angefertigt wird.
Bildnachweis: D. Haas-Arndt, Hannover; I. Schädlich, Siegen