Isolierglas mit eingelegtem Holzraster
Witterungsgeschützter Sonnenschutz als Lichtfilter
Sonnenschutzsysteme aus dem Werkstoff gelten im Außenbereich aufgrund ihrer Witterungsempfindlichkeit in den meisten Fällen als problematisch. Wird allerdings ein Holzraster in den Scheibenzwischenraum eines Isolierglases eingelegt, kann das einfallende Sonnenlicht hingegen gemindert werden, während das Material geschützt in der Glasumhüllung liegt. Das verschattende Holz wirkt dabei wie ein Lichtfilter und gibt dem einfallenden Tageslicht eine warme Tönung. Eingelegte Holzraster oder -lamellen dienen als wirksames Gestaltungselement der Fassade. Sie verringern den Tageslichtdurchlass im Gebäude jedoch ganzjährig und sind im Lauf der Jahreszeiten nicht veränderbar. Wegen der dauerhaften Verdunklung sollten sie nur dann eingesetzt werden, wenn in den dahinter liegenden Räumen keine anspruchsvollen Sehaufgaben erbracht werden müssen, aber ein erhöhter Bedarf an den Sichtschutz von außen besteht.
In den Scheibenzwischenraum des Isolierglases können sowohl Holzlamellen als auch Holzrasterprofile eingearbeitet werden. Bei einem Holzraster handelt es sich um horizontal angeordnete Stäbe aus z. B. sägerauem Erlenholz. Die Ansichtsbreite der Holzelemente beträgt etwa 10 -12 mm, deren Abstände voneinander - je nach gewünschtem Verdunklungsgrad - zwischen 9 und 11 mm. Sie erfordern einen Scheibenabstand von mindestens 18 mm und werden von mehreren Stützstäben gehalten. Der Gesamtenergiedurchlassgrad (g-Wert) liegt bei einem eingelegten Holzraster mit den genannten Größenordnungen und Abständen der Stäbe zwischen 11 und 25 %.
Holzlamellen, die in Isolierglas eingearbeitet werden, bestehen meist aus heimischem Buchenholz. Der Neigungswinkel der Holzprofile wird bei der Herstellung auf das jeweilige Gebäude und dem Bedarf der Nutzer eingestellt, ist jedoch danach nicht mehr veränderbar. Die Lichttransmission des Holzlamellensystems kann - je nach Lamellenwinkel - zwischen 3 und 40 %, der g-Wert zwischen 12 und 50 % betragen. Der Gesamtenergiedurchlassgrad lässt sich auch durch den gewählten Glastyp variieren. Die U-Werte beider Systeme liegen zwischen 1,3 und 1,9 W/m²K, abhängig von Scheibenaufbau und Gasfüllung.
Bildnachweis: D. Haas-Arndt, Hannover
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