Anbau für das Frankfurter Städel-Museum entsteht
Oberlichter prägen die Topografie des Gartens
Das renommierte Städel-Museum in Frankfurt erhält einen Anbau, um die moderne Kunst nach 1945 angemessen präsentieren zu können. Anfang September 2009 fand der ersten Spatenstich für einen Entwurf aus dem Architekturbüro Schneider + Schumacher statt.
Etwas ganz Besonderes sei den Architekten hier gelungen, war sich die Jury des vorangegangenen Wettbewerbes einig und bezeichnete den Entwurf als „leuchtendes Juwel am Tag und Lichtteppich in der Nacht“. Der ca. 30 Millionen Euro teure Anbau wird im Gegensatz zu den bisherigen Erweiterungen unterirdisch entstehen.
Die Architekten platzierten die großzügige neue Museumshalle unter dem Städelgarten. Das Gebäude wird über eine zentrale Achse vom Haupteingang auf der Mainseite erschlossen. Durch das Öffnen der beiden Bogenfelder rechts und links der Treppe im Hauptfoyer gelangt der Besucher dann auf das Niveau des Alten Foyers. Von hier aus wird eine Treppe in die unter dem Garten gelegenen 3.000 Quadratmeter großen Hallen des Erweiterungsbaus führen.
Kreisrunde Oberlichter mit einem Durchmesser von 1,5 bis 2,5 Metern werden die Gartenhallen mit natürlichem Licht versorgen und sich als einprägsames Muster über die Gartenfläche ausbreiten. Die begehbare und gewölbte Deckenschale wird mit Rasen bepflanzt und von außen als fester Bestandteil der Topografie des Gartens wirken.