Verdunkelung

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Eine Verdunklung ist eine Vorrichtung, mit der eine Öffnung durch einen aufrollbaren Behang lichtdicht verschlossen werden kann. Sie muss in geschlossenem Zustand lichtdicht sein. Im Bereich des Auslassschlitzes am Rollkasten muss in voller Breite eine Ablaufleiste (Rutschleiste) vorhanden sein (DIN V 18073).

Der Behang der Verdunklung besteht aus dem Fallstab und einem Flächengewebe in zwei Ausführungen (vereinzelt werden auch einwandige Rollladenstäbe aus Kunststoff oder Aluminium verwendet).  Der klassische Behang, besteht aus waagerechten Holzstäbchen 2,4 mm Durchmesser, mit senkrechten Baumwollfäden engmaschig verwebt, einseitig mit lichtdichter, ultrarotsicherer und alterungsbeständiger Spezialfolie kaschiert. Er vereinigt gutes Wickelverhalten mit hoher Breitenstabilität bei kleinen Ballendurchmessern, standardmäßig zeigt die Beschichtung zur Raumseite. Das Trägergewebe ist meistens aus Trevira CS, mit aufgeschweißten Taschen für Aluminium-Aussteifung, einseitig mit lichtdichter PVC-Beschichtung. Der Behang ist schwer entflammbar nach DIN 4102 B1 ausgerüstet und zeichnet sich außerdem durch einen noch kleineren Wickeldurchmesser als Holzdrahtgewebe aus.

Für den lichtdichten Abschluss auf der Fensterbank sorgt ein Fallstab, meistens ein Aluminium-Hohlkammerprofil eloxiert oder farbbeschichtet, mit seitlichen Führungsgleitern und einem schaumstoffgefüllten Dichtungsschlauch an der Unterseite. Ist keine Fensterbank vorhanden, so muss eine Einfallschiene verwendet werden, dies ist ein U-Profil, in welches der Fallstab einläuft und mit zusätzlichen Dichtungen für einen lichtdichten unteren Abschluss sorgt. Führungsschienen aus stranggepresstem Aluminium, in der Regel mindestens 60 mm tief, mit zusätzlichen Dichtbürsten und einer mattschwarzen Auskleidung vermeiden Lichtreflektionen. Der Antrieb erfolgt mit Gurtzug (kleinere Anlagen), Kurbelgetriebe und Motor. In der Regel werden Rohrmotoren eingesetzt, bei großen gekuppelten Anlagen werden vereinzelt auch Getriebemotoren mit Kettenantrieb eingesetzt.

Bei Neu- oder Umbauten werden Verdunklungsanlagen in der Regel in die Decke eingebaut. Auf eine spezielle Rollraumverkleidung kann verzichtet werden, wenn gewährleistet ist, dass über die Decke kein Licht eintreten kann. Auf die Ablaufleiste kann auf keinen Fall verzichtet werden! Für den nachträglichen Einbau, aber auch für den Deckenanschluss sind Fertigelemente lieferbar.

Als Abrechnungsmaße gelten nach DIN V 18073 für Verdunklungen:
Die Breite der Anlagen, gemessen bis Hinterkante Führungsschienen und die Höhe von Mitte Welle bis Unterkante Einfallschiene. Bei Verdunklungs-Fertigelementen ist die Höhe bis Oberkante Rollkasten anzugeben (Hinweis notwendig).

Horizontal-Verdunklung
Im horizontalen Bereich, z.B. in Lichtkuppeln, ist die vollständige Verdunklung kein Problem. Hier bietet die Horizontal-Verdunklung, die in der Regel über einen Elektromotor mit Federwellengegenzug angetrieben wird, die beste Lösung. Die Federwelle und Rohrmotorwelle sind in einem abgeschrägten Kompaktkasten untergebracht.

Bildnachweis: Marston & Langinger, London/GB (1); ABL, Winterthur/CH (2)