Rollpanzer

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Ein Rollpanzer (auch Rollladenpanzer genannt) besteht aus gelenkig miteinander verbundenen Profilstäben. Die Verbindung untereinander erfolgt durch an den Profilen angeformte Haken (Einschiebeprofile), oder zusätzlich eingebrachte Verbindungselemente, die in der Regel als Drahtklammern geformt sind und Kettenverbindung genannt werden. Diese Rollpanzer sind in der Regel in den Gelenken ausziehbar, es gibt aber auch feste Verbindungen, meist bei einwandigen Profilen. Bei ausziehbaren Rollpanzern müssen laut DIN V 18073 die unteren 3/4 der Höhe mit Luftöffnungen versehen sein, jedoch darf der Panzer in völlig geschlossenem Zustand keine Lichtschlitze aufweisen.

Für die Abmessungen der Profilstäbe gibt es folgende Kenngrößen:

  • Stabnenndicke
  • Stabdeckbreite
  • Stabbreite
  • Effektive Stabdicke
  • Materialdicke
Die Länge der Stäbe und damit die Breite des Rollpanzers ist das Maß von Nutengrund zu Nutengrund abzüglich des erforderlichen Laufspiels. Dieses ist abhängig von der Wärmeausdehnung des verwendeten Panzermaterials.

Materialien
  • Holz, Kiefer feinjährig, rissfrei, Verbindung durch Ketten, Schlussstäbe aus Hartholz
  • Kunststoff, PVC-U, Einschiebestäbe, vereinzelt auch noch mit Ketten, in der Regel Hohlkammerprofil, transparente Rollläden auch aus Polycarbonat, besonderer Schlussstab lt. DIN V 18073 vorgeschrieben
  • Aluminium eloxiert und farbbeschichtet, einwandig und Hohlkammerprofil meist ausgeschäumt, Einschiebestäbe rollgeformt und stranggepresst
  • Stahl verzinkt, teilweise beschichtet, einwandig und Hohlkammerprofil, Einschiebestäbe rollgeformt
  • Edelstahl, blank oder beschichtet, einwandig und Hohlkammerprofil, Einschiebestäbe rollgeformt
Bildnachweis: Halle 58 Architekten, Peter Schürch, Bern/CH (1); Roma, Burgau (2 - 4)

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