Horizontale Faltläden
Zwei- oder dreiteilige, gefaltete Sonnenschutzelemente
Fensterläden kommen in unterschiedlichen Ausführungen zum Einsatz, um die Innenräume vor Einbruch, Einblick, schlechten Witterungsbedingungen und möglicher sommerlicher Überhitzung zu schützen. Meistens handelt es sich dabei um schmale, hohe Elemente, die seitlich verschoben werden. Die Firma Belutec bietet einen sogenannten Hebefaltladen an, der in der Regel aus zwei oder drei horizontal verbundenen Elementen besteht, die flächenbündig in die Fassade integriert werden.
Aufgrund der hohen Windstabilität der Elemente, bleibt der Sicht- und Blendschutz an Arbeitsplätzen auch bei schlechten Witterungsbedingungen gewährleistet. Mit Hilfe einer Antriebstechnik, die individuell auf die jeweiligen Gebäudeanforderungen und Einbausituationen abgestimmt ist, können die einzelnen Elemente geräuscharm, unabhängig voneinander gesteuert werden, wodurch ein sich ständig wechselndes Bild in der Fassade entsteht. Zudem wird durch eine spezielle Anknick- und Verriegelungstechnik der Einbruchschutz erhöht.
Auf dem Campus der TU München in Garching wurde 2010 das TUM Institute for Advanced Study fertiggestellt. Hier kamen zweiteilige horizontale Faltläden mit den Abmessungen von 5,40 x 2,10 m und 3,60 x 2,10 m zur Anwendung (siehe Abb. 4). Einsatzbar sind die Hebefaltläden nicht nur in der Gebäudehülle, sondern auch in Innenräumen, z.B. als Raumtrennung. Ob metallische Oberflächen, Lochblechfassaden oder textile Bespannungen – viele Materialien sind in den horizontalen Faltläden möglich. Außerdem können einzelne Sonnenschutzelemente mit einem Photovoltaik-Modul ausgestattet werden, welches die notwendige Energie zum Bewegen der Elemente produziert. Durch das Nachfahren in die optimale Position zur Sonne können laut Hersteller die Wirkungsgrade der Solarzellen um bis zu 25% gesteigert werden.
Hersteller: Belutec, Lingen
Surftipps
www.baunetzwissen.de/Fassade > DIN EN 1991-1-4 - Eurocode 1: Windlasten
