Schwimmbadabsorber

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Für die Beckenwassererwärmung in Freibädern sind solarthermische Anlagen optimal geeignet, denn das maximale Strahlungsangebot fällt mit dem Wärmebedarf während der Badesaison zusammen. Verwendet werden hierfür unverglaste Absorber in Form von Matten, Platten oder Schläuchen. Das Beckenwasser durchströmt die schwarzen Absorber (meistens aus UV- und chlorbeständigen Kunststoffschläuchen) und wird dabei erwärmt. Das Prinzip gleicht der Wassererwärmung im schwarzen Gartenschlauch in der Sonne. Die Arbeitstemperatur von 30 bis 40°C reicht aus, um das Wasser im Schwimmbecken um 2 bis 4°C zu erwärmen. In der Regel reichen 0,8 m² Absorberfläche pro 1 m² Wasserfläche.

Beim Umwälzen des Freibadwassers werden 10 - 15% der Durchflussmenge zum Durchströmen des Absorberfelds abgezweigt und dabei erwärmt. Die Pumpe des Solarkreises wird beim Überschreiten einer minimalen Einstrahlung (70 - 120 W/m²) eingeschaltet. Der Energiebedarf beträgt je nach Wassertemperatur (20 - 27°C) ca. 500 - 1.500 kWh/m² pro Jahr. Das entspricht einer Energiemenge von 50 bis 150 Litern Öl.

Durch eine Beckenabdeckung in der Nacht kann der Heizenergiebedarf um die Hälfte reduziert werden, weil so Wärmeverlust durch Verdunstung vorgebeugt wird. Die gewünschte Badewassertemperatur liegt bei maximal 30°C, so dass sehr kostengünstige Absorber eingesetzt werden können. Sie arbeiten bei diesen Temperaturen mit hohem Wirkungsgrad. Die erforderliche Absorberfläche entspricht – je nach Standort, Nutzungsdauer, Beckentemperatur, Abdeckung, etc. – der halben bis ganzen Beckenfläche. Die Schwimmbadabsorber werden meist ebenerdig oder auf Flachdächern ausgelegt und mit Haltegurten auf dem Untergrund befestigt. Sie eignen sich auch zur Montage auf leicht geneigten Dachflächen. Im Winter müssen die Absorber vollständig entleert werden.