Ziele für die Solarthermie-Entwicklung
Energieforschungsprogramm stellt gemeinsame Schwerpunkte des Bundesumwelt- und Bundeswirtschaftsministeriums heraus
Im 6. Energieforschungsprogramm Forschung für eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung hat die Bundesregierung die Prinzipien und Schwerpunkte ihrer Förderpolitik für die kommenden Jahre festgelegt. Das Programm soll zur Umsetzung des Energiekonzepts von 2010 beitragen, mit dem sich die Bundesregierung zu einer der energieeffizientesten und umweltschonendsten Volkswirtschaften der Welt entwickeln will.
Im Jahr 2050 soll der Anteil der Niedertempertaur-Solarthermie 50% der Wärmeversorgung in Deutschland ausmachen. Derzeit sind rund ein Drittel aller solarthermischen Kollektoranlagen in Europa in Deutschland installiert, trotzdem liegt ihr Anteil an der nationalen Wärmeversorgung nur bei 0,4%. Zur Erhöhung dieses Anteils muss die Niedertemperatur-Solarthermie verstärkt in größeren Anlagen, wie z.B. Mehrfamilienhäusern, aber auch im gewerblichen Bereich eingesetzt werden.
Im Kapitel Niedertemperatur-Solarthermie des Energieforschungsprogramms sind die gemeinsamem Ziele zweier Bundesministerien besonders herausgestellt: Die Forschungsförderung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) ist bestrebt, Kosten weiter zu senken und die Effizienz der Kollektoren, der Speicher und des Gesamtsystems deutlich zu verbessern. Der Schwerpunkt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWI) liegt in der ressortspezifischen Forschungsförderung im Bereich des Energieoptimierten Bauens (ENOB) und der Energieeffizienten Stadt (EnEff:Stadt) unter Integration der Solarenergie. Die Ziele und Schwerpunkte beider Ministerien greifen ineinander, sie nutzen Synergien zwischen der Technologieentwicklung und der praktischen Einbindung in energieeffiziente Bauprojekte.
Das 6. Energieforschungsprogramm steht auf der Webseite des BMWI zum Bestelllen oder als Download zur Verfügung (siehe Surftipp), in unserem Beitrag finden Sie die Publikation ebenfalls als PDF-Dokument zum Download.
