Gebäudeintegrierte Solarkollektoren

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Solarkollektoren eignen sich zur Montage auf dem Dach und an der Fassade, können aber auch in diese integriert werden. Gegenüber aufmontieren Anlagen bieten sie einige Vorteile. So stellen sie selbst bei starken Winden keine zusätzliche Angriffsfläche dar, verbessern die Wärmedämmung und den Schallschutz und dienen außerdem als Witterungsschutz für das Gebäude. Wird neu gebaut, ersetzen die Kollektoren das Bedachungs- oder das Fassadenmaterial, so dass die Kosten hierfür entfallen können. Nicht zuletzt wirkt die Dach- oder Fassadenfläche ruhiger, da die Kollektoren nicht so weit herausragen.

Fassadenintegrierte Solarkollektoren sind besonders für Gebäude geeignet, die kein nutzbares Süddach haben oder dessen Dach eine zu geringe Neigung besitzt, eine gute Alternative. Meistens kommen seriengefertigte „normale“ Kollektoren zum Einsatz, die im Neigungswinkel von 90° an die Gebäudehülle angebracht werden. Um den gleichen Energieertrag zu erzielen wie ein dachintegriertes System, muss die Kollektorfläche jedoch um rund 20% größer ausgelegt sein. Angeboten werden auch spezielle Fassadenkollektoren mit größeren Abmessungen oder Sonderanfertigungen.

Als Fassadenkollektoren können Flach-, Röhren- und Luftkollektoren zum Einsatz kommen. Sie werden in der Regel an der nach Süden ausgerichteten senkrechten Fassade montiert und nutzen damit besonders das Strahlungsangebot im Winterhalbjahr, wenn die Sonne tief steht. Montiert werden können sie auf Massivwänden oder Holzkonstruktionen, auf Balkonbrüstungen und Schrägfassaden sowohl von Neubauten als auch von Bestandsgebäuden. In jedem Fall sind sie ein gestalterisches Element, das sorgfältig zu planen ist.