Ausrichtung von Solaranlagen
Himmelsrichtung und Neigungswinkel von Modulen und Kollektoren
Beim Gewinn von solarer Wärme oder Solarstrom spielen vor allem die Ausrichtung der Solaranlage und die Neigung ihrer Empfangsflächen eine wesentliche Rolle. Um maximale Erträge zu erhalten, sollten die Ausrichtung nach Süden sowie 30° Dachneigung für Photovoltaik und 45° Dachneigung für Solarthermie eingehalten werden. Bei Abweichungen um 45° nach Südwesten oder Südosten wird der Ertrag um ca. 5-10% vermindert. Hohe Erträge erzielen Neigungen zwischen 0 und 50°. Aber auch senkrechte Flächen lassen sich noch für die Sonnenenergienutzung einsetzen, so können z.B. Fassaden noch bis zu 90% der Energie aufnehmen. Der Einstrahlwinkel der Sonne und die damit verbundene Bestrahlungsstärke ändert sich im Lauf des Jahres in Abhängigkeit vom Sonnenstand. So ist am 21. Juni (Sommer) der Einfallswinkel mit ca. 61° am höchsten und am 21. Dezember (Winter) mit ca. 14° am niedrigsten.
Grundsätzlich beeinflusst auch der Standort (Breitengrad) den Energieertrag, wobei es zwischen Süd- und Norddeutschland allerdings nur geringfügige Abweichungen gibt. Um die solaren Energiegewinne eines Gebäudes zu maximieren, empfiehlt es sich, folgende Aspekte bei der Planung zu berücksichtigen:
- Die Solaranlagen sollten weder durch Bäume noch durch die umliegende Bebauung verschattet sein.
- Die Dachneigung für Photovoltaik-Anlagen beträgt im Idealfall 30°, sollte aber keinesfalls 15° unterschreiten, damit die Selbstreinigung der Flächen von Schnee, Schmutz, Laub etc. möglich ist.
- Die Dachneigung für solarthermische Anlagen beträgt im Idealfall 45°.
- Für den Einbau sind flache Profile zu wählen.
- Bei Solarfassaden sollten keine Vorsprünge (Erker, Balkone, etc.) eingeplant werden.
