Aluminiumfenster - Anforderungen/Konstruktion
Einbruchhemmende Aluminiumfenster können nach heutigem Stand mit den marktüblichen Profilen bis in den Widerstandsklassen 3 nach DIN V ENV 1627: 1999 realisiert werden. Durch Einsatz von Sonderprofilen bspw. Gestaltung der Profile in durchschusshemmender Ausführung sind auch höhere Widerstandsklassen möglich. Zur Verstärkung der „äußeren Schale“ werden die Überschläge oft mittels Verstärkungsprofilen aus Stahl oder Aluminium zusätzlich stabilisiert.
Die Befestigung der Beschläge am Blend- und Flügelrahmen erfolgt üblicherweise durch Verschraubung in Nutensteine die in die Profile eingeschoben werden. Das eingesetzte Beschlagssystem ist auf die Fensterkonstruktion hinsichtlich der Lage, Anzahl, Befestigung und Anordnung von einbruchhemmenden Beschlagteilen (Pilzkopfverriegelungen) abzustimmen.
Weitere Konstruktionsmerkmale von einbruchhemmenden Kunststofffenstern:
- Je nach Widerstandsklasse eine angriffhemmende Verglasung bspw. eine durchwurfhemmende P4A Verglasung nach EN 356 in der Widerstandsklasse 2,
- Die Sicherung der Glasanbindung durch Verstärkungswinkel oder Verklebung des Randverbundes des Verbundsicherheitsglases zum Glasfalzgrund mit 2-Komponenten Silikon. Hier gilt es besonders auf die Verträglichkeit der eingesetzten Materialien zu achten.
Ein nach DIN V ENV 1627: 1999 geprüftes Bauteil beschreibt eine Systemprüfung, bei der Veränderungen an der Konstruktion sowie der Austausch von Beschlagteilen nur in sehr engem Rahmen möglich sind.
Bildnachweis: ift Rosenheim GmbH
