Nordische Botschaft in Katmandu/NEP eröffnet
Fassaden- und Hofgestaltung mit Schiefer
Schiefer als Baumaterial für eine norwegische Botschaft ist eine naheliegende Wahl, in Nepal ist nun der Naturstein für ein neues Botschaftsgebäude zum entwurfsbestimmenden Element avanciert.
In Katmandu, der Hauptstadt Nepals, wurde im Juli das neue Gebäude aus dem Osloer Architekturbüro Kristin Jarmund Architects eröffnet. Bescheiden und elegant kommt der an den Abhängen des Himalaya gelegene und an einen Bungalow erinnernde Bau daher. Über einem nach Süden ausgerichteten, mit Schieferplatten verlegten Hof erreicht man den eingeschossigen, 800 Quadratmeter großen, langgestreckten Baukörper, dessen Außenmauern gleichfalls aus Schiefer bestehen. Besonders eindruckvoll erscheint dabei das Material im direkten Vergleich: die ruhigen, bruchrauen Platten des Hofs in einem Zusammenhang mit dem eher archaisch wirkenden Bruchsteinmauerwerk der Fassaden.
Das gesamte Gebäude wird durch einen aufgesetzten Raum geprägt, der über dem Haupteingang angeordnet ist und sich vor allem durch sein expressiv gefaltetes Fensterband auszeichnet. Dessen Struktur soll an die Skyline des Himalayas erinnern. Hier, im wohl schönsten Raum des Komplexes, befindet sich das Büro des Botschafters.
In Katmandu wurden zusätzlich in vorbildhafter, skandinavisch umweltfreundlicher Manier eine Regenwassernutzungsanlage und eine Solarheizung realisiert.
