Jüngere Geschichte des Schieferbergbaus

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Der Abbau von Schiefervorkommen hat sich in den letzten 30 Jahren erheblich geändert. Besonders eindrucksvoll lässt sich das an der Geschichte der beiden Moselschiefer-Bergwerke in Katzenberg und Margareta nachvollziehen, in denen bis 1981 der Abbau des Schiefers - wie in Deutschland zu der Zeit üblich - noch mit geringem maschinellen und hohem menschlichen Einsatz erfolgte. Auch die Förderung über einen engen Hauptschacht und der Transport in handbewegten Loren war bergbautechnisch verbesserungsfähig. In der übertägigen Fertigung (Sägen, Spalten, Zurichten) war ebenfalls schwere körperliche Arbeit zu verrichten.

Nachfolgend werden die Neuerungen des Moselschieferbergbaus kurz skizziert: Ab 1984 wird der Abbau durch den Einsatz moderner Geräte und Maschinen bestimmt - Sägewagen, Beraubewagen auf Raupenfahrwerk, Beraubefahrzeug mit Schreitwerk, abgasoptimierte Rad- und Fahrlader. 1987 erfolgte die sukzessive Umstellung von der gleisgebundenen auf die gleislose Technik als entscheidende Verbesserung der Arbeitsbedingungen unter Tage.

Der einzige mit LKW befahrbare Serpentinen-Tunnel der Schieferwelt konnte 1994 in Margareta in Betrieb genommen werden und als zeitlich letzte einschneidende Änderung zählt die 1996 entstandene Fertigungshalle für Spalten und Zurichten. Diese zählt zu den modernsten Fabrikationsstätten im Dachschiefer-Sektor und neben der Produktivitätssteigerung von 23% beinhaltet sie auch ein neues Konzept für die Art der Bearbeitung. Als jüngste Veränderung sorgte die neue Fertigungshalle für eine grundsätzliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Zurichter und Spalter über Tage.

Die technischen Innovationen stehen im Einklang mit den zu erwartenden Ressourcen: Gegenwärtig bekannte Vorkommen sichern die Moselschiefer-Produktion bis weit in die nächsten Jahrhunderte.