Inmit-Branchenstudie
Wettbewerbssituation im Wandel –
Architekten und Planer vor großen Herausforderungen
Deutschlands Architekten stehen vor einem Umbau ihres Berufsbildes. Dass in Zukunft mehr Kaufleute als Künstler gefragt sein werden, ist das Fazit einer Studie des Trierer Institutes für Mittelstandsökonomie, die auf dem 3. Mayener Dachforum im Oktober 2004 vorgestellt wurde.
Aus dem Ergebnisbericht:
- Fünf zentrale Herausforderungsbereiche für Architekten und Planer
- Das Gros der Architekten und Planer rechnet mit weitreichenden Veränderungen
- Ausgeprägtes Problembewusstsein vorhanden
- Wettbewerbsdruck auch mit positiven Seiten – Aktivitätsniveau entscheidet über die Bewertung der Auswirkungen
Die Mehrzahl von 139 befragten deutschen Architekturbüros stellte laut Studie selbstkritisch fest, dass für viele Bauherren heute wirtschaftliche Faktoren wichtiger sind als künstlerische Ambitionen ihrer Architekten.
Lahmende Baukonjunktur, wachsender Wettbewerbsdruck und die steigende Zahl arbeitsloser Architekten zwingen die Branche zur Neuorientierung. Während fast 60 Prozent der Befragten heute von einer schlechten Auftragslage berichten, jedes zweite Büro Personal abgebaut hat und der Umsatz bei 30 Prozent der Befragten auf unter 100 000 € pro Jahr sank, sieht der Blick in die Zukunft optimistischer aus: Jeder fünfte Planer glaubt an einen Konjunkturaufschwung in den kommenden drei Jahren. Anziehen wird nach Ansicht der Architekten das „Bauen im Bestand" und das „ökologische und altersgerechte Bauen". Als neue Betätigungsfelder sehen viele auch Beratungs- und Verwaltungsdienstleistungen – vom Facility-Management bis zur Vermarktung von Investitionsprojekten.
Während im Industrie- und Gewerbebau sowie bei öffentlichen Aufträgen der Nachfragerückgang ohne spürbare Erholung bleibt, gibt es bei den Privatbauten erste Anzeichen für einen konjunkturellen Aufschwung gerade im Bereich der langlebigen und ökologisch unbedenklichen Naturbaustoffe. So konnte beispielsweise Schiefer als ökologisch hochwertiges Material deutlich im Gegensatz zu künstlich hergestellten Produkten seinen Markanteil in den letzten Jahren erhöhen.
Die Studien kann nach einer Registrierung kostenlos unter dem unten genannten Link des Auftraggebers heruntergeladen werden.
