Wartung von Schieferdächern

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Der Naturstein Schiefer ist ein sehr beständiges Material für die Dachdeckung, vorausgesetzt er wurde richtig ausgewählt und verwendet - dann kann er der dauerhafteste Teil des Gebäudes sein. Trotzdem kommt es auch bei Schieferdächern manchmal zu Schäden. Wichtig ist - wie bei jeder Dachdeckung - die Flächen regelmäßig zu begutachten. Ein neues Schieferdach sollte nach etwa zwei Jahren einer Inspektion unterzogen werden, da in diesem Zeitraum Steine mit einem Gefügeschaden unter klimatischen Einwirkungen zu Bruch gehen können. Einige Dachdeckerbetriebe bieten auch eine jährliche Kontrolle an, sozusagen ein Wartungsauftrag für das Dach, dadurch werden - zu einem meist geringen Preis - frühzeitig größere Schäden vermieden.

Sind Risse in der Dachdeckung, besteht die Gefahr, dass an diesen Stellen Wasser eindringt und so Schäden am Gebäude entstehen. Ein Vorteil des Materials Schiefer besteht in der einfachen Auswechselbarkeit einzelner schadhafter Steine, ein hinzugezogener Dachdecker kann sie leicht ersetzen. Fachgerecht ausgewechselte Steine eines Schieferdaches verursachen weder Schäden an der Konstruktion noch schmälern sie den Anblick des Daches. Der neue Stein sollte die gleiche Höhe, Dicke und den gleichen Rückenhieb des ausgewechselten besitzen. Geeignete Befestigungsmittel sind Reparaturhaken aus Kupferband für Decksteine und S-förmig gebogene Kupferdrähte für Kehlsteine; eine Blanknagelung ist nicht zu empfehlen. Auch gelockerte Steine können nachträglich leicht mit Reparaturhaken wieder befestigt werden.

Die Einwirkung von pflanzlichen und tierischen Lebewesen wird als biologischer Einfluss auf Dacheindeckungen bezeichnet. Darunter fallen auch der Bewuchs mit Algen, Pilzen, Flechten und Bakterien. Diese umweltbedingten Veränderungen treten beim Material Schiefer allerdings deutlich seltener auf, als bei anderen Dachdeckungsmaterialien. Die Grünbildung hat keinerlei Einfluss auf die Haltbarkeit des Schiefers, ändert aber sein Aussehen und wird von einigen Bauherren als Beeinträchtigung empfunden, andere wiederum erfreuen sich an der Patina.

Ist es zu einer Grünbildung gekommen, stehen verschiedene Sanierung- bzw. Reinigungsmöglichkeiten zur Auswahl. Weit verbreitet ist die Reinigung mithilfe einer Spezial-Reinigungsdüse, bei der der grobe Grünbelag entfernt wird. Anschließen sollte ein Schiefer-Dachpflegemittel aufgebracht werden. Diese Arbeiten sind von einem Fachmann auszuführen. Bei einer Sanierung von biologischen Schäden sollte grundsätzlich vor der Entscheidung, welches Reinigungs- bzw. Pflegesystem sich eignet, ein Fachbetrieb oder der Hersteller befragt werden.

Bildnachweis: Schieferwelt.de (1), FOS, Ossenberg-Schule + Söhne, Altena-Dahle (2 und 3)