Naturstein- und Glasfassaden: Vergleich der Ökobilanz

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Im Auftrag des Deutschen Naturwerksteinverbands (DNV) wurde 2010 eine vergleichende Studie zur Ökobilanz von Naturstein- und Glasfassaden erstellt. Das Beratungsunternehmen PE International aus Leinfelden-Echterdingen untersucht darin die Ökobilanz beider Fassadenarten von der Herstellung über die Nutzung bis hin zur Entsorgung.

Im ersten Teil beschreiben und bewerten die Autoren einen Quadratmeter Natursteinfassade inklusive Wärmedämmung und Betonwand im Vergleich zu einer flächengleichen, typischen Glasfassadenkonstruktion hinsichtlich der ökologischen Leistungsfähigkeit über einen Zeitraum von 100 Jahren. Im zweiten Teil werden drei Fassadenvarianten in Naturstein und Glas über einen Zeitraum von 50 Jahren an einem konkreten Bauvorhaben verglichen: dem Frankfurter Opernturm von Christoph Mäckler.

Inhalt u.a.:

  • Angewandte Methodik - Ökobilanz Methode, Vorgehen, Untersuchungsrahmen
  • Ökobilanzen Teil 1 - Systembeschreibungen: Typische Natursteinfassade, typisches Glasfassadenbauteil; Auswertung
  • Ökobilanzen Teil 2 - Systembeschreibungen: elementierte Natursteinfassade, Option Glasfassade, Option Natursteinfassade; Auswertung am Beispiel des Frankfurter Opernturms
  • Ökonomische Betrachtungen - Grundlagen, untersuchte Fassadenvarianten, Ergebnisse
In der vorangestellten Zusammenfassung positionieren sich die Autoren eindeutig auf Seiten der Natursteinfassade: „Über den Zeitraum von 100 Jahren zeigt diese deutliche ökologische Vorteile gegenüber der herkömmlichen Glasfassade. Zusammenfassend ist festzustellen, dass Natursteinfassaden sowohl in der Herstellung als auch in der Nutzungsphase wesentlich weniger Primärenergie benötigen als Glaselemente, sodass über den gesamten Lebenszyklus betrachtet, für Glasfassaden mehr als das Dreifache an Primärenergie aufgewendet werden muss.“ Der Bedarf an energetischen Ressourcen für die Herstellung einer Glasfassade sei doppelt so hoch wie der für Natursteinfassaden, und auch bei anderen Umweltkenngrößen wie z.B. Treibhausgasemissionen, Ozonabbaupotenzial oder Sommersmogpotenzial weise eine Natursteinfassade deutliche Vorteile auf (Siehe Bild 4).

Die 44-seitige Studie kann auf den Seiten des Verbands als Ansichtsexemplar vollständig gelesen oder als Printausgabe für 16 EUR bestellt werden (siehe Surftipps).