Trennmittel
Nur mit geeigneten Trennmitteln kann eine zu starke Haftung des Betons an der Schalung vermieden werden. Diese Haftung könnte beim Ausschalen zu Schäden an der Betonoberfläche führen.
Der häufigste Fehler bei der Anwendung entsteht durch das Auftragen von zuviel Trennmittel, ein gegenteiliger Effekt kann dadurch erzeugt werden.
Die optimale Wirkung wird durch sehr dünnes Auftragen (als Sprühnebel) mit dem dazu empfohlenen Sprühgerät erreicht.
Trennmittel sollen möglichst ohne unerwünschte Nebenerscheinungen das Ausschalen von Betonbauteilen erleichtern. Unerwünschte Nebenerscheinungen sind:
An der Betonoberfläche
- erhöhte Flecken- und Porenbildung
- Absanden, starkes Abmehlen an der Oberfläche
- Erhärtungsstörungen in der Betonrandzone
- langsame Abwitterung
- chemische Restwirkung
- Beeinträchtigung des Haftvermögens nachträglich aufzubringender Baustoffe
An der Schalung
- Rostförderung bei Stahlschalungen bzw. –rahmen
- Quellen oder Aufwölbung bei Holzschalungen
- Anlösen oder Beeinträchtigen von Befilmungen von Schalungsplatten
- Verharzung an Oberflächen von Kunststoff-Schalungplatten
Auswahl der Trennmittel
Die Trennmittel richten sich vor allem
- nach der Art der verwendeten Schalung,
- nach den Herstellbedingungen für den Beton und
- nach den Anforderungen an das herzustellende Bauteil (z.B. „Sichtbeton“).
Allgemeine Hinweise dafür, welche Trennmittel sich für welche Schalungsart (Saugfähigkeit) eignen, sind in den Anwendungsrichtlinien der Hersteller enthalten. Hier sind auch die ökologischen Gesichtspunkte (z.B. biologisch abbaubar, schwer entflammbar o.ä.) behandelt.
Sofern erhöhte Anforderungen an die Betonoberfläche gestellt werden, ist eine Rücksprache mit dem Trennmittel-Hersteller zu empfehlen.