Stahl

Stahl wurde in der Schalungsentwicklung zuerst zur Lastkonzentration durch Gurtungen im Wandschalungsbau eingesetzt. Überwiegend wurde Stahl für U-Profile und später für Hohlprofile für Rahmenschalungs-Elemente verwendet.
Der Werkstoff Stahl ermöglichte größere Tragfähigkeiten und kleinere Toleranzen in der Anwendung von Schalungen.

Stahl wird vielfach als Verbindungsmittel verwendet, z.B. für Nägel, Schrauben, Bolzen, Scheiben, Spannstifte, Splinte, Ketten u.s.w.
Ein weiterer Einsatzbereich sind Formteile aus Stahl oder Guss. Wenn geformte Teile in großen Stückzahlen benötigt werden, wie z.B. als Elementverbindung in Rahmenschalungen, als Stellmutter an Baustützen oder Gerüstkupplungen im Gerüstbau, dann werden diese Teile als Stahl geschmiedet oder als Gussteil oder Temperguss in Formen hergestellt, immer unter Beachtung der Werkstoffnorm DIN 17100. Stahlrohre müssen die Anforderungen der DIN 17120, DIN 17121 und der DIN 4421 erfüllen.

Wichtig beim Einsatz von Stahl ist, dass ein dauerhafter Rostschutz aufgebracht wird. Der Rostschutz wird in den Normen (z.B. Traggerüstbau DIN 4421) vorgeschrieben. Das am häufigsten angewendete Verfahren zur Rostvermeidung bei Schalungs- und Gerüstteilen ist das Feuerverzinken.
Bei planmäßig betonberührten Flächen werden hochwertige Lackierungen oder Pulverbeschichtungen aufgetragen, um den Rostschutz zu gwährleisten.
Rost ist im Betonbau auch in kleinsten Spuren schädlich, weil er mit dem Beton sofort eine chemische Reaktion eingeht, die zu schwer reparablen Schäden an der Betonoberfläche führen kann.