Rahmengerüste
Mit den Rahmengerüsten begann die Systematisierung im Gerüstbau. Waren die Rohr-Kupplungsgerüste geprägt von den systemunabhängigen, vielseitig einsetzbaren Teilen, so wurden jetzt die Systemmaße sogar Wettbewerbs-entscheidend.
Verschiedene Hersteller wählten unterschiedliche Achsmaße in ihren jeweiligen Systemen. Die Achsmaße sind normalerweise 2,50 oder 3,00 m in der Länge und immer 2,00 m in der Höhe.
Das Prinzip besteht aus den Elementen:
- Vertikalrahmen
- Horizontalrahmen mit Belag
- Diagonale
- und Schutzgeländer
Alle Einzelteile werden in passenden Abmessungen, wie bei einem Baukastensystem ineinandergesteckt, Schrauben werden nicht benötigt.
Heute kann man im Gerüstbau auf die wirtschaftlichen und sicherheitstechnischen Vorteile eines Rahmengerüstes nicht mehr verzichten. Die meisten Fassadengerüste werden heute in dieser Form erstellt.
Durch die Anwendungssicherheit und die Montagelogik, die Montagefehler weitgehend ausschließt, ist das Rahmengerüst nicht nur im professionellen Gerüstbau, sondern auch bei allen Handwerkern die beliebteste Gerüstbauart.
Die systematische Anwendung führt zu
- Lohnkosteneinsparung,
- Optimierung bei der Lagerhaltung und dem Transport und somit
- zu einer raschen Amortisation des Investitionsgutes Gerüst, das für den Langzeiteinsatz und den rauhen Baustellenalltag konstruiert und produziert wird.
Hinweis:
Grundsätzlich ist bei der Gerüsterstellung darauf zu achten, dass die Diagonalen und die Verankerungen zum Gebäude entsprechend der Zulassung angeordnet sind.
Zu Gerüsteinstürzen kommt es fast immer durch ein Versagen der Aussteifung in horizontaler Richtung (parallel oder senkrecht zum Gebäude).