Kriterien bei Stützenschalungen

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Die Problematik bei Stützenschalungen:

  • wenig gleichförmige Einsätze
  • geringe zu schalende Flächen
  • wenig Betonbedarf
  • sehr hoher Betondruck
  • oft hohe Anforderungen an die Betonoberflächen und Kanten
Die Komplexität des Zusammenwirken aller dieser genannten Kriterien führt dazu, dass die Stützenschalungen in der Regel schon in der Kalkulation und in der Bauablaufplanung unterschätzt werden.
Bei den seltenen eingesetzten "gleichen" Stützenabmessungen, kommt der Grundmontage für die Schalung, dem Transport und der Demontage eine viel größere Bedeutung zu als z.B. bei häufiger eingesetzten Wandschalungen, da die entstehenden Fixkosten sind nur auf die auszuführenden Einsätze umzulegen sind.

Bei rechteckigen Abmessungen kann meistens bei Querschnittsänderungen die Tragekonstruktion der Stützenschalung beibehalten werden und lediglich die Schalhaut auf das neue Maß zugeschnitten und aufgebracht werden.

Bei Rundstützen dagegen ist die Häufigkeit des Einsatzes von großer Bedeutung, da die Radien in diesen Schalungen nicht angepasst werden können. Es handelt sich entweder um Stahlblech-Konstruktionen, die bei den Schalungs-Herstellern im 5 cm-Raster in den Mietparks zur Verfügung stehen oder um speziell für einen Grundriss hergestellte Schalrohre aus Pappe oder Kunststoff, die nur für den einmaligen Einsatz ausgebildet sind. Durch eu´ntsprechende Einlagen in die runden Schalungen können auch andere Beton-Querschnitte damit einmalig hergestellt werden.

In der Planung ist also konsequent darauf zu achten, dass möglichst gleiche Stützenquerschnitte in einem Bauvorhaben verwendet werden. Die Kosten durch einen eventuellen minimalen Betonmehrverbrauch werden längst durch die Lohneinsparung bei der Stützenschalung ausgeglichen.
Außerdem wirkt sich die mehrmalige Verwendung einer Schalung grundsätzlich positiv auf den Bauablauf und den Bauzeitplan aus.