Holz
Holz als ursprünglicher Werkstoff für Gerüste, Traggerüste und Schalungen wird heute auf der Baustelle entweder als Kantholz für untergeordnete Schalungsteile, Aussparungen und Aufdoppelungen oder als Bohlen für Beläge im Gerüstbau eingesetzt. Das dazu verwendete Nadelholz wird in der DIN 4074 Teil 1 in Sortierklassen unterteilt. Für Holzbauteile, die als Bauteile in Arbeits- und Schutzgerüsten oder als Schalungsholz verwendet werden, ist die visuelle Sortiergruppe S 10 bzw. die maschinelle Sortiergruppe M 10 maßgebend.
Ein weiterer wichtiger Einsatzbereich ist die Verwendung bei den Schalungsherstellern bei der Produktion von Schalungsträgern. Hierzu wird feinjähriges Holz (aus Regionen mit langsamen Wachstum z.B. Skandinavien) benötigt.
Die einzelnen Holzträgerteile Gurt und Steg bzw. Fachwerkstreben werden mit einem phenolharzhaltigen Leim zusammengefügt. Dazu bedarf es einer Zulassung vom „Institut für Bautechnik“ in Berlin.
Da in der Holznorm DIN 1052 für Verleimungen andere zulässige Spannungen angegeben sind, als im Schalungsträger durch die besondere industrielle Art der Herstellung nachweislich angesetzt werden können, wird für alle Schalungsträger beim Institut für Bautechnik eine bauaufsichtliche Zulassung beantragt. Die Zulassung wird erteilt, wenn sich die Werte in Eigenüberwachung der Hersteller und durch stichprobenartige Fremdüberwachung durch Materialprüfanstalten bestätigen.
Der größte Bedarf an Holz im Schalungsbau wird für die Schalhaut in Form von Schalungsplatten verarbeitet.
Fichte und Kiefer werden zu 3-schichtigen Schaltafeln mit und ohne Kantenschutz verarbeitet.
Höherwertige Hölzer aus bewirtschaftetem Anbau werden als Furniere geschält und zu Sperrholzplatten mit Phenolharzleimen verleimt. In Pressen entstehen großformatige Platten, die nach einer Filmbeschichtung an der Plattenoberfläche hochwertige Schalungsplatten für einen mehrfachen Einsatz ergeben.