Einhäuptige Wandschalung

Bildergalerie | 1 | 2 | 3 |

Beim einhäuptigen Schalen gegen bestehende Wände, Felsen oder Verbauwände muss der gesamte Frischbetondruck, der auf der Schalungsfläche auftritt, über eine Abstützung (Stützbock-Konstruktion) mit einer entsprechenden Verankerung in ein bestehendes Bauteil des Bauwerkes so eingeleitet werden, dass die Kräfte bis in den Untergrund abgeleitet werden.


Bei den Stützböcken handelt es sich um geschweißte Stahlkonstruktionen, die am Fußpunkt einen Verankerungspunkt haben, an dem die Zugkraft in das vorhandene Betonbauteil eingeleitet wird.
Z.B.:

  • Fundamente
  • Bodenplatten
  • Stahlbetondecken

Für die abzuleitenden Kräfte gibt es bei den Herstellern Tabellen, in denen diese relativ großen Kräfte abgelesen werden können.

Besonderheit: Diese Kräfte belasten die Betonbauteile so, wie sie im endgültigen, späteren Bauwerkszustand nicht mehr belastet werden, also in der Regel dafür auch nicht bemessen sind.

Der Statiker hat also die Einleitung dieser Kräfte ins Bauwerk zu überprüfen!


Auf der Baustelle ist bei einhäuptiger Schalung folgendes zu beachten:

  • Ableitung des gesamten Betondruckes ins vorhandene Bauwerk
  • “andere Seite“ der Wand (z.B. bestehende Wand, Verbau o.ä.) muss ebenfalls dem Frischbetondruck standhalten
  • Lasten decken sich nicht mit den endgültigen Belastungen des Bauteils
  • vor dem Betonieren des lastaufnehmenden Bauteils ist die Schalung und die Verankerung festzulegen
  • zur Verankerung eingebaute Spannstäbe müssen exakt platziert werden und dürfen nicht gebogen oder geschweißt werden