Auslegergerüste
In der DIN 4420 aus dem Jahre 1988 werden Auslegergerüste behandelt, aber in der Praxis wurden sie längst durch Konsolgerüste oder moderne Bühnen-Systeme abgelöst. Lediglich bei kleinen Handwerksbetrieben werden sie noch vereinzelt eingesetzt.
Bei dem „Ausleger“ handelt es sich um ein Stahlprofil, welches auf der Stahlbetondecke über zwei vorher einbetonierte Stahlschlaufen mit Holzkeilen verkeilt wird. Es kragt ca. 1,30 m über den Deckenrand hinaus und hat am äußeren Ende eine Vorrichtung zur Aufnahme eines Geländerpfostens (siehe Abbildung 1). Als Belag werden Hozbohlen aufgelegt.
Beim Erstellen des aufgehenden Mauerwerks müssen die Träger ausgespart werden, sodass beim Abbau des Gerüstes Öffnungen im Mauerwerk bleiben, die aufwendig geschlossen werden müssen.
Schwierig wird die Eckausbildung, weil die nach innen ragenden Träger sich gegenseitig behindern, die DIN 4420 macht dazu einen Ausführungsvorschlag (siehe Abbildung 2).
Dies ist ein weiterer Grund, warum diese Gerüste sehr selten verwendet werden.