Entsorgung und Recycling von Steinwolle
Nicht biologisch abbaubare, mineralische Dämmstoffe wie zum Beispiel Steinwolle sollten fachgerecht entsorgt werden - bei einer Gebäudesanierung insgesamt und bei einem Neubau nur der entstandene Verschnitt. Der Dämmstoffhersteller Rockwool hat dafür einen bundesweiten Abfallrücknahme-Service eingerichtet, der diese Materialien der Herstellung neuer Dämmstoffprodukte wieder zuführt.
Allein 2007 konnten so mehr als 5.000 m³ Steinwolle recycelt und für die Produktion neuer Dämmstoffe genutzt werden. Im Jahr 2008 hat sich diese Menge bereits mehr als verdoppelt. Neben den ökologisch und ökonomisch positiven Aspekten einer solchen Entsorgung, liegt ein weiterer Grund für diese Steigerung in der einfachen Abwicklung: Bei der Bestellung von Dämmstoffen kann der Fachhandwerker einen sogenannten „Big Bag“ der bis etwa 250 kg fassen kann, gleich mit in Auftrag geben. Sobald die Big Bags gefüllt sind, nimmt der Spediteur diese bei einer der nächsten Baustellenanlieferungen wieder mit zurück ins nächstgelegene Rockwool-Werk.
Dieser Service bietet viele Vorteile, u.a. verringern sich - durch die Rücknahme über den Hersteller - die Entsorgungskosten für Bauabfälle. Bei großen, gewerblichen Auftraggebern kann sich der Abfallrücknahme-Service auftragsentscheidend auswirken, da häufig Unternehmensleitlinien strenge ökologische Richtlinien definieren. Die Aspekte betreffen überwiegend den Fachhandel, sie sollten jedoch auch von Architekten bei der Materialwahl bedacht werden.
