Atomenergie als Lösung?

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Als Ausweg aus der Energiekrise wird oft die Atomenergie genannt. Jedoch überwiegen die Nachteile die Vorteile bei Weitem. Heutigen Schätzungen zufolge reichen die bekannten Uranvorkommen bei gleich bleibender Produktion und Kraftwerkskapazität noch für etwa 60 Jahre. Und damit werden zurzeit gerade mal 6% der weltweiten Primärenergieversorgung gedeckt.

Die Atomenergie wird unser Energieproblem nicht lösen können. Im Gegenteil, sie hinterlässt radioaktive Abfälle, die mindestens 100.000(!) Jahre sicher gelagert werden müssen. Zum Vergleich: Vor der gleichen Zeitspanne herrschte auf der Erde noch das Paläolithikum (Altsteinzeit), Europa wird vom Neandertaler besiedelt, der Homo Sapiens ist noch nicht aus Afrika eingewandert. So ist es nicht erstaunlich, dass in den meisten Ländern die Standortfrage und die Art der Lagerung bislang ungelöst sind.

Die häufig geäußerte Annahme, Atomenergie würde keine Kohlendioxidemissionen ausstoßen, hat sich als falsch erwiesen. Gemäß neuen Ökobilanzierungen ist die Atomenergie alles andere als CO2 neutral, das wäre aber ihr einziger Vorteil.

Bildnachweis: UBS Abb. 4.3 S.40, Abb. 1.6, S.11