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Tageslicht und Energieeinsparung

Solarfabrik Freiburg; Architekten Rolf + Hotz, Freiburg

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Beim nachhaltigen und energiesparenden Bauen wird vorwiegend an die Reduzierung des Heiz- oder Kühlenergieverbrauches gedacht. Gerade bei Gebäuden mit äußerst geringem Energiebedarf ist es aber ebenso sinnvoll, den Stromverbrauch für die Beleuchtung zu senken. In größere neue Gebäude wird deshalb zunehmend die gezielte Planung der Tageslichtnutzung, insbesondere in Verbindung mit einer tageslichtabhängigen Beleuchtungssteuerung, integriert.

Nachhaltige und energiesparende Gebäude sind gekennzeichnet durch eine sinnvolle Ausrichtung zur Sonne, kompakte Baukörperformen, Wärmedämmung, Wärmebrückenfreiheit, Luftdichtheit sowie eine energieeffiziente Beheizung und Kühlung. Zusammen mit Standort und Bauplatz bestimmt die Gebäudegeometrie die äußeren Lichtverhältnisse am Gebäude und damit die Versorgung mit Tageslicht. Hinzu kommen die zahlreichen Abhängigkeiten, wie Verschattungen und Sonnenstände, Topografie des Grundstücks etc. Sie sollten bereits beim Entwurf dahingehend berücksichtigt werden, dass sie zu einer Energieersparnis führen und zwar ohne den Einsatz kostspieliger Technik. Voraussetzung für ein gutes Planungsergebnis ist, dass die gegenseitigen Abhängigkeiten zwischen Baukörper, Klimatisierung und Belichtung von Anfang an in den Entwurf einbezogen werden.

Der Energiebedarf von Wohngebäuden ist nach heutigen Erkenntnissen relativ einfach und effizient zu decken. Bei Bürogebäuden hingegen wird er größtenteils durch zwei Faktoren bestimmt: Einerseits direkt durch den Stromverbrauch der verwendeten Arbeitshilfen, wie Computer, Kopierer und weiteren technischen Einrichtungen. Andererseits durch den gewünschten Raumkomfort, also Temperatur, Luftqualität und nicht zuletzt die Beleuchtung am Arbeitsplatz. Aus diesem Grund wurde mit Einführung der DIN 18599 am 1. Oktober 2007 die Berechnungsgrundlage für Nichtwohngebäude dahingehend verändert, dass sowohl der Energie- als auch der Kühlbedarf in die Ermittlung des Primärenergiebedarfs mit einfließt. Damit geht die Norm wesentlich über die bisherigen Ansätze der Energieeinsparverordnung hinaus. Teil 4 der DIN 18599, der die Berechnung des Energiebedarfs für die Beleuchtung beinhaltet, umfasst nicht nur die installierte Anschlussleistung des Beleuchtungssystems, sondern berücksichtigt auch die Tageslichtversorgung. Unter die Kategorie Nichtwohngebäude fallen Bürogebäude ebenso wie Schulen, Krankenhäuser und Sporthallen.

Quelle: D. Haas-Arndt, F. Ranft; "Tageslichttechnik in Gebäuden", Hüthig Jehle Rehm, Heidelberg
Bildnachweis: Haas-Arndt, Hannover

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