Allgemeines zu Nachweisen und Zertifikaten von Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit hat viele Aspekte. Um die Nachhaltigkeit eines Gebäudes nach standardisierten Kriterien bewerten und nachvollziehen zu können, sind international verschiedene Zertifikate eingeführt. Solche Nachweise geben dem Bauherrn die Möglichkeit, die Erfüllung der eigenen Ansprüche nachzuvollziehen und diese Qualität auch nach außen darzustellen. Außerdem sind sie ein wichtiges Marketing-Instrument. Auch die Europäische Union arbeitet an einem Normungsprojekt zum Thema „Nachhaltigkeit von Bauwerken“. In Deutschland wurde 2008 ein eigenes Gütesiegel für Nachhaltigkeit entwickelt.
Eine Voraussetzung um die Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit des Systems „Gebäude“ zu beurteilen, sind Nachweise für die einzelnen eingesetzten Baustoffe, so genannte Umweltproduktdeklarationen. In Deutschland existieren hierfür Systeme auf freiwilliger Basis. Gesetzliche Regelungen sind in Planung: voraussichtlich ab 2010 wollen die Bundesregierung und die EU die Anforderungen formulieren und Nachweise für die Umweltbelastung von Baustoffen im Sinne von Öko-Bilanzierungen einführen.
Die Energieeffizienz des Gebäudes stellt ein Kriterium der Nachhaltigkeit dar. Auf diesem Gebiet ist Deutschland ziemlich weit: es besteht seit vielen Jahren die Verpflichtung, bei der Planung, den Energiebedarf zu ermitteln und auch auszuweisen. Mit der Novelle der Energieeinsparverordnung 2007 hat das Thema noch einmal Nachdruck erhalten: Nun benötigen auch Bestandsgebäude im Falle einer Neuvermietung oder eines Verkaufs einen Energieausweis.
