Einschaliges Mauerwerk

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Einschaliges Mauerwerk kann als Sichtmauerwerk oder mit ein- bzw. zweiseitiger Putzschicht ausgeführt werden. Es ist einfach zu realisieren und im Altbau weit verbreitet. Durch Lochung und/oder porenreiches Gefüge betragen die Wärmeleitfähigkeiten moderner Mauerwerkssteine heute rund 1/10 der Vollsteine und erzielen im Neubau bei Mauerwerksdicken ab 36 cm U-Werte bis zu 0,30 W/m²K oder niedriger.

Der Feuchteschutz dieser Wände ist unproblematisch, wenn der Mindestwärmeschutz nach DIN 4108-2 Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden - Teil 2: Mindestanforderungen an den Wärmeschutz eingehalten wird. Der Diffusionswiderstand der Wände ist ausreichend hoch, so dass eine Dampfbremse nicht notwendig ist. Die fast immer vorhandene Kapillarität der Steine sorgt für einen schnellen Abtransport von etwaigem Kondensat im Wandinneren, da in der Wand kapillar wesentlich größere Wassermengen transportiert werden können als durch Diffusion. Die Luftdichtheit wird zum einen durch einen rissfreien Innenputz erreicht, zum anderen durch die innenseitige Verfugung des Sichtmauerwerks. Wärmebrücken entstehen hauptsächlich durch Bauelemente mit höherer Wärmeleitfähigkeit (z.B. Fenstersturz, Rollladenkästen) und sind zu beachten.

Bauteilsanierung
Der Aufbau eines Wärmedämmverbundsystems (WDVS) von 14 - 16 cm Dicke ist bei alten Wänden möglich. Auch eine hinterlüftete Fassade ist geeignet, wenn die Wärmebrücken durch entsprechende Maßnahmen berücksichtigt sind. Innendämmungen verringern die Wohnfläche und müssen bei einbindenden Bauteilen zur Vermeidung von Schimmelpilzen sorgfältig geprüft und ausgebildet werden. Sie werden deshalb nur dann gewählt, wenn eine Außendämmung z.B. wegen einer denkmalgeschützter Fassade nicht möglich ist.