Lüftung mit Wärmerückgewinnung
Ausreichende Lüftung ist ausschlaggebend für das Raumklima. Vor allem bei einer dichten Gebäudehülle ist der Austausch der Luft mittels einer mechanischen Lüftungsanlage nahezu unentbehrlich, da hier der hygienische Mindestluftwechsel nicht mehr alleine durch Fensterlüftung sichergestellt werden kann. Aufgrund der Dichtigkeit besteht ansonsten die Gefahr der Schimmelbildung.
Für die kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung stehen zwei Technologien zur Verfügung:
- Kreuzstromwärmetauscher mit Wärmerückgewinnung (teilweise auch Feuchterückgewinnung)
- Rotationswärmetauscher mit Feuchte- und Wärmerückgewinnung
Der Energieeinspareffekt beim Einfamilienhaus liegt in etwa bei 300 – 400 Litern Öläquivalent. Die Entscheidung für eine Lüftungsanlage wird also nicht alleine über die erzielbare Energieeinsparung interessant, sondern über die Komfortsteigerung.
Gerade in Bestandsgebäuden ist die Integration einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung nicht immer einfach und kostengünstig umsetzbar. Aus diesem Grund kann hier ggf. der Einsatz von Anlagen ohne Wärmerückgewinnung sinnvoller sein.
Bildnachweis: Paul Wärmerückgewinnung, Mülsen (1); Hoval, Aschheim-Dornach (2)
