Klima-Manifest 2011: Sanieren mit Gestalt und Verstand

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Zwischenbilanz des BDA

Anfang des Jahres 2009 haben sich eine Reihe von Architekten, Ingenieuren, Landschaftsarchitekten und Stadtplanern zusammengeschlossen und das Klima-Manifest mit dem Titel „Vernunft für die Welt“ veröffentlicht. Darin bekundeten sie die Verantwortung ihres Berufsstandes für eine klimaverträglichere und nachhaltig gestaltete Umwelt. 2010 lautete der Titel des Manifestes „Gebautes und Gedachtes“, 2011 geht es um das „Sanieren mit Gestalt und Verstand“ – ein zentrales Thema bei der Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben zur CO2-Reduktion.

Auf einer Veranstaltung, die im November 2011 im Deutschen Architektur Zentrum DAZ in Berlin stattfand, diskutierten die Teilnehmer über die Möglichkeiten der energetischen Sanierung des Gebäudebestands. Einigkeit herrschte darüber, dass sich die Energiewende allein mit dem Fokus auf technische Kennziffern nicht umsetzen ließe. Gefragt sei vielmehr ein Qualitätsverständnis, das die Energiefrage als gestalterische Aufgabe mit Respekt vor dem Bestand berücksichtigt. Innovative Förderprogramme, wie das zum 1. April 2012 erwartete „Effizienzhaus Denkmal“, sollen dies unterstützen, denn nicht mit einer verschärften EnEV lassen sich nach Meinung der Architekten diese Ziele erreichen, sondern mit Förderinstrumenten, die eine qualifizierte Planung und Beratung als integralen Bestandteil der Sanierungsaufgabe unterstützen. „Denken statt dämmen“ müsse die Devise lauten. Dabei sollte das häufig in der öffentlichen Diskussion angeprangerte Wärmedämmverbundsystem (WDVS) nicht ausgeschlossen werden, vielmehr sei hier eine Weiterentwicklung notwendig, die aber nur in Zusammenarbeit mit der Industrie und dem Handwerk optimiert werden könnte“. Alternativen dazu wurden im Rahmen verschiedener Vorträge aufgezeigt, z.B. anhand der energetische Sanierung der ehemaligen Arbeiterwohnsiedlung Am Bergmann in Sangerhausen durch Brambach Architekten (siehe Abb.1 und 3).

Mit einem Appell an die Bauindustrie und die Politik, mehr Geld in Forschung zu investieren und der Selbstverpflichtung, verstärkt den Weg in die Öffentlichkeit zu suchen, endete die Veranstaltung. Ausgewählte Vorträge und eine Nachlese der Veranstaltung sind auf den Seiten des BDA (siehe Surftipps) nachzulesen. Dort kann man auch das Klima-Manifest unterschreiben.