Hoch hinaus mit Holz
17-geschossiges Holz-Hochhaus in Norwegen geplant
Bei Norwegen denkt man in erster Linie an weite und dünn besiedelte Landschaften. Der Plan, in einem kleinen norwegischen Ort nahe der russischen Grenze, ein Hochhaus zu bauen, mutet deshalb besonders ungewöhnlich an.
Im Auftrag des Barents-Sekretariats hat das Osloer Architekturbüro Reiulf Ramstad Arkitekter (RRA) im wahrsten Sinne des Wortes ein Leuchtturm-Projekt entworfen. Mit 17 Stockwerken soll der Barents Secretariat Tower die höchste Holzkonstruktion der Welt werden. Auf 10 000 Quadratmetern sind dort neben dem Barents-Sekretariat und dem Barents-Institut ein Forschungszentrum, eine Bibiliothek und ein Theater sowie Räume für Künstler, Studenten und Initiativen geplant.
Eine Kombination aus massiven Fichtenholzlamellen und Leimholzelementen soll für Stabilität sorgen. Durch verschiedenste Maßnahmen, wie z. B. passive solare Gewinne, den Einsatz von recyceltem Baumaterial oder die Nutzung des Brauchwassers als Wärmequelle soll der Neubau auch ökologisch eine Vorreiterrolle spielen und CO2-Neutralität erreichen. Baubeginn und Finanzierung für das Prestigeprojekt stehen allerdings noch nicht fest.
Das Barents-Sekretariat ist eine vom norwegischen Außenministerium und dem Ministerium für den ländlichen Raum finanzierte Institution, die den Austausch und die Zusammenarbeit in der Region der Barents-See zwischen Norwegen, Schweden, Finnland und vor allem Russland organisiert.
Bildnachweis: Architekturbüro RRA
