DGNB-Zertifizierung für Stadtquartiere

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LEED, BREEAM und DGNB sind als Systeme zur Nachhaltigkeitszertifizierung von Einzelgebäuden bekannt. Seit einiger Zeit werden sie auch für Stadtquartiere verwendet. Alle Systeme sind als mehrstufiges Verfahren mit spezifischen Zulassungsbedingungen angelegt, unterscheiden sich aber durch ihre Rahmenbedingungen. Die DGNB-Zertifizierung für Nachhaltige Stadtquartiere erfolgt nach den folgenden Kriterien:

  • Ökologische Qualität (Gewichtung 22,5%)
  • Ökonomische Qualität (Gewichtung 22,5%)
  • Soziokulturelle und funktionale Qualität (Gewichtung 22,5%)
  • Technische Qualität (Gewichtung 22,5%)
  • Prozessqualität (Gewichtung 10%)
Im Gegensatz zur Zertifizierung von Gebäuden werden bei den Stadtquartieren vor allem der öffentlich zugängliche Raum und die Umgebung bewertet, wobei die Gebäude nur mit Basiswerten einbezogen werden. Die Zertifizierung erfolgt in drei Phasen: Planung (Vorzertifikat), Erschließung (Zertifikat) und Quartier (Zertifikat). Wie bei der Bewertung von Gebäuden wird bei den Quartieren eine Ökobilanz durchgeführt. Dabei sind Kriterien wie Gewässer- und Bodenschutz, eine ressourcenschonende Infrastruktur und eine effiziente Abfallwirtschaft ebenso maßgeblich wie die Aufenthaltsqualität in öffentlichen Räumen, die Nutzungsvielfalt sowie der Lärm- und Schallschutz. Dazu kommen Untersuchungen zu ökonomischen Eigenschaften wie den Lebenszykluskosten, der Flächeneffizienz und der Wertstabilität.

Von den zwölf Projekten, die an der Pilotphase der DGNB-Zertifizierung für Nachhaltige Stadtquartiere teilgenommen haben, wurden das Dom Aquarée und der Potsdamer Platz in Berlin mit dem Zertifikat „Silber Quartier“ und Le Quartier Central in Düsseldorf mit dem Zertifikat „Silber Erschließung“ ausgezeichnet.