Zweischalige Wand mit Luftschicht und Wärmedämmung
Bei diesem Wandaufbau wird auf die Außenseite der innen liegenden tragenden Wand eine Wärmedämmung angebracht. Zwischen dieser und der Außenschale verbleibt ein hinterlüfteter Abstand von mindestens 4 cm. Der zirkulierende Luftstrom trocknet das auftretende Kondenswasser der äußeren Schale, an deren Rückseite zusätzlich das anfallende Schlagregenwasser abfließt. Kondensfeuchte aus dem Innenraum, die zwischen der tragenden Wand und der Dämmschicht entsteht, sollte ebenfalls entweichen können, dafür ist auf die Verwendung von dampfdurchlässigen Dämmstoffen zu achten.
Der Höchstabstand zwischen Innen- und Außenschale beträgt 15 cm. Bei gut wärmendem Hintermauerwerk muss dieser nicht ausgenutzt werden. Wichtig ist er allerdings bei den Mauerwerksarten, die hohe Druckfestigkeiten bei gleichzeitig geringer Wärmeschutzfunktion aufweisen (z.B. Kalksandsteinmauerwerk), denn dann übernimmt die Wärmedämmung allein die Aufgaben des Wärmeschutzes.
Bei Ausnutzung des Höchstabstandes von 15 cm und einer Luftschicht von 4 cm verbleiben 11 cm, die mit Dämmstoff ausgefüllt werden können. Jedoch sollte bei der Planung ein gewisses Toleranzmaß aufgrund der Unebenheiten an den Flächen der beiden Wandschalen berücksichtigt werden.
Bildnachweis: Silka, Duisburg (1); Mauerwerk Atlas, Birkhäuser Verlag (2)
