Schwachstellen in Innenwänden

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Innenwände werden in unterschiedlichen Bauweisen und für ebenfalls unterschiedliche Anforderungen konstruiert. Haupttypen sind:

  • Tragende massive Trennwände zwischen Nutzungseinheiten
  • Tragende Trennwände innerhalb einer Nutzungseinheit, massiv oder in Skelettbauweise
  • Nicht tragende Wände aus leichten Mauersteinen oder Planelementen (Porenbeton, Zelltonsteine) geringer Wandstärken.
Der häufigste Mangel ist die ungenügende Schalldämmung, der zwar durch massive Materialien per se gut zu lösen ist; Probleme resultieren aus Ausführungsfehlern. Abgesehen davon sind Innenwände wenig schadensanfällig: nur 4 % aller Bauschäden an Neubauten betreffen Innenwände - gegenüber 74 % der Schäden an Außenwänden.

Typische Schwachstellen
  • Risse und Fugen bei nicht tragenden Wänden innerhalb tragender Konstruktionen, verursacht durch Materialwechsel, Absenken der Decken oder auch des Estrichs, wenn die Innenwände auf diesen gestellt sind
  • Deformation/Senkungen durch Gebäudebewegungen
  • Risse in Plattenbelägen aufgrund statischer Beanspruchungen oder ungeeigneter Putzaufbauten (insbesondere in Sanitärräumen)
  • Zu großer Unterschied der vertikalen Formänderungen (Schwinden, chemisches Quellen) von Innenwand und Außenwand (siehe Abbildung)
Schäden durch Risse können durch konstruktive/statische Maßnahmen verhindert werden:
  • Begrenzung der Deckendurchbiegung auf l/300
  • Verringerung der Deckendurchbiegung aus Kriechen und Schwinden durch Einhalten der erforderlichen Ausschalfristen
  • Nichttragende Innenwände möglichst spät aufmauern und verputzen
  • Elatische Mörtel verwenden, nicht fester als Mörtelgruppe II
  • Mauersteine sollten abgelagert sein
Existieren Risse bereits, kann, wenn keine Riss-Veränderung mehr zu erwarten ist, der Putz durch gewebebewehrten Putz
erneuert bzw. ein rissüberbückender Anstrich aufgetragen werden. Auf der Innenwand kann eine verformungsfähige Tapete (Thermopete, Textiltapete) angebracht werden.