Oberflächen, Strukturen und Farben
Bei verputztem Mauerwerk wird das Erscheinungsbild durch den Putz mit seiner Struktur und Farbgestaltung beeinflusst. Die Oberfläche kann dabei vollflächig eben oder durch verschiedene Techniken – z. B. Reibputz – strukturiert werden. Die Farbgebung erfolgt in der Regel mit Hilfe eines Farbanstriches.
Bei Sicht- und Verblendmauerwerk wird das Erscheinungsbild neben den Steinen wesentlich durch das Fugenbild sowie die Art der Fugenausbildung - Fugenglattstrich oder nachträgliches Verfugen - bestimmt. Entsprechend der gewählten Verbandsart ergeben sich unterschiedliche Strukturen der Wandflächen. Für ein gleichmäßiges Farbbild bei Sichtmauerwerk ist darauf zu achten, dass alle zu einem Abschnitt gehörenden Steine aus dem gleichen Herstellwerk entstammen und aus verschiedenen Lieferpaketen zusammengesetzt werden.
Bei Ziegel wird der Farbton durch die mineralische Zusammensetzung der Rohstoffe sowie die Brenntemperatur und Brenndauer beeinflusst. Erster ist von lokalen Rohstoffvorkommen abhängig. Sind aus ästhetischen Gründen jedoch definierte Farbtöne gewünscht, kann dieses durch Zugabe von Mangan, Eisen- oder Kalziumoxid gesteuert werden.
Bei Kalksand-, Porenbeton- und Betonsteinen ist die Streuung der Steinfarbe infolge der Rohstoffe - z.B. das vorhandene Sandvorkommen - deutlich geringer.
Bildnachweis: Ulrich Schwarz, Berlin (1); KS-Original-Hannover (2); Urte Schmidt, Berlin (3)
