Normen Mauerwerk aus Fertigbauteilen

Schon seit Jahrzehnten gibt es die Möglichkeit, normengerecht Fertigbauteile zu verwenden, doch erst seit den letzten Jahren geht der Trend zum Elementbau. Die Anforderungen für Fertigbauteile werden in der Norm DIN 1053-4 (Mauerwerk - Teil 4: Fertigbauteile) geregelt.
Die technische Entwicklung bei Fertigbauteilen machte eine Überarbeitung der bisherigen DIN 1053-4 erforderlich, insbesondere im Hinblick auf

  • die Einbeziehung von Kalksandsteinen nach DIN 106,
  • Porenbetonsteinen nach DIN 4165,
  • Beton- und Leichtbeton-Steinen nach DIN 18151,
  • DIN 18152,sowie
  • im Hinblick auf die Überarbeitung von DIN 4159 für statisch mitwirkende Ziegel für Decken und Wandtafeln.
Die überarbeitete Norm regelt die besonderen statischen Anforderungen für Mauer-, Verguss- und Verbundtafeln, die über die in DIN 1053-Teil 1 festgelegten Bemessungsgrundlagen hinausgehen.

Tatsächlich sind nur wenige Zusatzregeln notwendig: Zur Vermeidung zu großer Verformungen müssen die Wandelemente eine Mindestlänge von 1,25 m haben, Ringbalken sind wie bei Baustellen-Mauerwerk vorzusehen. Darüber hinaus enthält die Norm Angaben über die zulässigen Druck- und Schubspannungen in den Tafeln und den Fugen, weiterhin über die notwendigen Bewehrungen zum Transport.
Entsprechend den Bauordnungen der Bundesländer müssen die Fertigbauteile mit den Bestimmungen von DIN 1053-4 für jedes Herstellerwerk mit einem Übereinstimmungszertifikat (werkseigene Produktionskontrolle, regelmäßige Fremdüberwachung, Erstprüfung des Bauproduktes) erfolgen.