Niedrigenergiebau mit Porenbeton
Für die Erstellung von Niedrigenergiehäusern eignet sich der massive Baustoff Porenbeton sehr gut. Durch die gleichmäßige Porosierung wird erreicht, dass die Wärmeleitung in alle Richtungen gleich ist und dass der Baustoff diffusionsoffen (atmungsaktiv) ist. Raumklimatisch führt dieses dazu, dass kein Tauwasseranfall in einschaligen Wand- oder Deckenkonstruktionen erfolgen kann. Bei der Ausführung von Wänden, Decken und der Dachebene massiv in Porenbeton ergibt sich zudem auch ohne besondere Maßnahmen eine hohe Luftdichtigkeit der Gebäudehülle, wodurch entsprechende Energieverluste vermieden werden.
Ein wichtiges Kennzeichen von Massivbauten ist, dass diese ein sehr hohes Wärmespeichervermögen besitzen. Dadurch erfolgt ein Temperaturausgleich zwischen Tag und Nacht. Eine Temperaturänderung an der Außenseite wirkt sich innen nur abgeschwächt und mit einer sog. Phasenverschiebung aus. Für Porenbetonbauteile liegt dieser zeitlicher Versatz bei etwa 8 bis 10 Stunden, was zusätzlich zum Ausgleich beiträgt.
Porenbeton besitzt in Abhängigkeit der Rohdichte eine Wärmeleitzahl von λ = 0,08 W/(mK) (Rohdichte 0,35 kg/dm³) bis etwa 0,22 W/(mK) (Rohdichte 0,70 kg/dm³). Bei einem höheren gewollten Dämm-Standard ist die Wanddicke entsprechend zu erhöhen.
Für den wichtigen Punkt der Wärmebrücken, die bei den Nachweisen nach der EnEV eine entscheidende Rolle spielen, bieten einige Porenbetonhersteller sog. Wärmebrückenkataloge an. Bei der entsprechenden konstruktiven Ausbildung sind dann die Vorteile in Form reduzierter Wärmebrückenverluste in der Energiebilanz nutzbar.
Bildnachweis: Bundesverband Porenbeton, Hannover (1); Christian Rein, Voggenthal (2)
