Natursteine
Natursteinmauerwerk wird heute fast ausschließlich im Bereich von Sanierungs- und Restaurierungsmaßnahmen bearbeitet bzw. ergänzt. Neubauten bilden in Deutschland – neben wichtigen Teilgebieten wie z. B. die Verwendung von Naturstein im Fassadenbereich oder als Bodenbelag – die absolute Ausnahme. Das liegt zum einen an den hohen Kosten des Baustoffes und an dem hohen Aufwand im Zuge der Herstellung, zum anderen schränken die bauphysikalischen Eigenschaften des Baustoffes selbst seine Verwendung deutlich ein.
Im Gegensatz zu künstlichen Steinen, bei denen durch den Herstellungsvorgang die mechanischen und bauphysikalischen Eigenschaften in einem weiten Bereich variiert werden können, sind diese bei Natursteinmauerwerk durch das verwendete Gesteine im Wesentlichen vorbestimmt.
Grundsätzlich sollte nur gesundes Gestein verwendet werden, d.h. ohne Struktur- und Verwitterungsschäden. Bei Außenmauerwerk ist auf eine ausreichende Frostbeständigkeit der verwendeten Natursteine zu achten.
Folgende Gesteinsarten wurden in der Vergangenheit hauptsächlich verwendet:
- Kalksteine, Travertin und vulkanische Tuffsteine
- Sandsteine
- Dolomite und Basaltlava
- Granit, Diorit und Diabas
