Mauerwerksfassaden
Mit der Fassade wird ein wichtiger Teil des äußeren Erscheinungsbildes eines Gebäudes entworfen. Die Wahl des Fassadentyps entscheidet jedoch nicht nur über das „Gesicht“ des Hauses – es werden zudem wichtige Parameter bezüglich der bauphysikalischen Aspekte, der Dauerhaftigkeit und Wertbeständigkeit sowie der Herstell- und Instandhaltungskosten festgelegt.
Verblendmauerwerk
Zweischaliges Mauerwerk mit Verblendschale ist bei fachgerechter Ausführung äußerst dauerhaft und für lange Zeit wartungsfrei. Die Ausführung erfolgt mit frostbeständigen Steinen und Zementmörtel für die Stoß- und Lagerfugen. Durch die Funktionstrennung „Tragschale“, „Wärmedämmung“ und „Witterungsschutz“ wird es möglich, eine optimierte Anpassung der geforderten Einzeleigenschaften „Tragfähigkeit“ sowie „Schall-“ und „ Wärmeschutz“ zu erreichen. Die Wärmedämmung kann entweder als Kerndämmung oder als hinterlüftete Konstruktion ausgeführt werden.
Bekleidung mit Naturstein
Bei der Bekleidung mit Natursteinen werden diese üblicherweise auf einer Unterkonstruktion einschließlich der Wärmedämmschicht befestigt. Die Wahl des Steinmaterials erfolgt auf Basis des gewünschten äußeren Erscheinungsbildes – Farbe/Farbspiel/Oberflächenstruktur – unter Berücksichtigung der Kosten infolge Herstellung und Material. Hierbei ist ebenfalls auf eine ausreichende Frostbeständigkeit der Steine zu achten.
Bekleidung mit Fassadenplatten
Neben den Natursteinen finden auch Faserzementplatten häufiger Verwendung. Deren Vorteil bei der Fassadenbekleidung liegt unter anderem in den deutlich geringeren Materialkosten.
Verputze Fassade
Das Verputzen von Außenwänden stellt die einfachste und am häufigsten ausgeführte Fassadenvariante dar. Der Putz kann entweder direkt auf die Wand oder auch – bei Wärmeverbundsystemen - auf die Wärmedämmplatten gesetzt werden. Der Vorteil liegt in dem relativ günstigen Kostenniveau. Zudem kann durch Anstrich die Farbwahl in einem weiten Bereich gewählt werden.
