Allgemeines über Mauersteine

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Die Mauersteinsorten unterscheiden sich grundsätzlich in Natursteine und künstlich hergestellte Mauersteine. Die vom Menschen hergestellten Mauersteine variieren in ihrer Materialzusammensetzung, ihren Abmessungen und den Rohdichte- sowie den Festigkeitsklassen.

Folgende Steinsorten sind künstlich hergestellt:

  • Mauerziegel
  • Kalksandsteine
  • Porenbetonsteine
  • Normalbetonsteine
  • Leichtbetonsteine
  • Hüttensteine
Die Druckfestigkeit definiert nach den Festigkeitsklassen 2, 4, 6, 8, 12, 20, 28, 36, 48 und 60. Die Wahl der Festigkeitsklasse beruht auf der zulässigen Druckspannung (der statischen Berechnung). Nicht alle Steinsorten werden in allen Festigkeitsklassen angeboten.

Die Rohdichte kategorisiert nach den Rohdichteklassen: 0,4 - 1,0; 1,2; 1,4; 1,6; 1,8; 2,0; 2,2 und 2,5 kg/dm³. Für bestimmte Steinsorten gelten feinere Abstufungen in 0,05er-Schritten. Die Rohdichten bestimmen das Gewicht (Lastberechnung!) des Mauerwerks, sie können auch zur Beurteilung des Wärme- und des Schallschutzes herangezogen werden.

(Als Orientierungshilfe kann folgender Satz gelten: Je schwerer der Stein desto höher die Druckfestigkeit, desto höher der Schalldämmwert, desto höher die Wärmeleitfähigkeit desto schlechter die Dämmeigenschaften und umgekehrt.)

Auf eine ausreichende Frostwiderstandsfähigkeit ist bei Außenmauerwerk zu achten.

Die Maßhaltigkeit ist eine Eigenschaft, die einige neue Methoden - wie den Einsatz von großformatigen Steinen, der Stumpfstoßtechnik und der Dünnbettmörtelverfahren - erst ermöglicht.Es gibt kein eindeutiges Kriterium für die Wahl einer bestimmten Steinsorte. Ausschlaggebend sind die jeweiligen Anforderungen der Bauaufgabe, zunehmend Bedeutung hat die möglichst geringe Wärmeleitfähigkeit.

Ein Teil der Mauersteinsorten ist genormt, ein großer Teil bauaufsichtlich zugelassen. Mauersteine nach den "Allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen des Deutschen Institutes für Bautechnik in Berlin (DIBt)" sind Neuentwicklungen, die im Vergleich zu den genormten Steinsorten erst seit relativ kurzer Zeit hergestellt werden.

Gebäude sollten grundsätzlich nicht aus Mischmauerwerk errichtet wird. Da sich die Baustoffe zum Teil stark in ihren Eigenschaften hinsichtlich ihres Schwind- und Kriechverhaltens unterscheiden, könnten leicht Risse und Wärmebrücken auftreten. Folgen von Mischmauerwerk sind Spannungen im Putz und durch abweichende Wärmeleitwerte auch Kondenswasser an den Rauminnenwänden.

Bildnachweis: Xella, Duisburg (1); Stefan Müller/Max Dudler, Berlin (2); Christian Rein, Voggenthal (3)