Mauermörtel
Mauermörtel ist ein Gemisch aus Sand, Bindemittel (Zement, Kalk) und Wasser. Dazu kommen heute meist Zusatzstoffe und Zusatzmittel, die werkseitig beigemischt werden. Der Grund dafür, liegt in der veränderten Zielsetzung: Früher stand die Druckfestigkeit vom Mörtel im Vordergrund, heute dagegen Kriterien wie der Verbund zwischen Mörtel und Stein, also die materialabhängige Haftscherfestigkeit, die nur über die genannten Zuschläge erreicht werden können.
In einem Zusammenhang mit der Wahl des Mauermörtels steht auch Standfestigkeiten von Gebäuden, daher sind die Berechnungen und Ausführungsrichtlinien in der DIN 1053 ausführlich geregelt. Auch der Sand ist genormt und deshalb nach der bauaufsichtlichen Zulassung und Überwachung zu bestellen
Mauermörtel wird nach DIN 1053 in drei Mörtelgruppen unterschieden, diese Unterscheidung beruht auf den Eigenschaften des Mörtels festgelegte Druckkräfte aufzunehmen:
- MG I (Kalkmörtel)
- MG II (Kalkzement/hydraulischer Mörtel, 2,5 MN/m²)
- MG IIa (Kalkzementmörtel, 5 MN/m²)
- MG III (Zementmörtel, 10 MN/m²)
- MG IIIa (Zementmörtel, 20 MN/m²)
- Werk-Trockenmörtel
wird als fertiges Gemisch angeliefert, benötigt aber auf der Baustelle noch die Beimischung von Wasser. (Werkmörtel) - Werk-Frischmörtel
wird gebrauchsfertig geliefert und ist bis zu 36 Stunden verarbeitbar. (Werkmörtel) - Werk-Vormörtel
stellt ein Gemisch aus Sand und Kalk ggf. mit Zuschlägen dar, den auf der Baustelle noch Zement und Wasser zugegeben werden muss. (Werkmäßig hergestellte Mörtel) - Mehrkammer-Silomörtel
wird als Kammersystem mit getrennt gelagerten Mörtelausgangsstoffen angeliefert, die unter Wasserzugabe – fest einprogrammiert und überwacht – dosiert und vor Ort gemischt werden. (Werkmäßig hergestellte Mörtel)
- Normalmörtel
- Dünnbettmörtel
- Leichtbettmörtel
- Mittelbettmörtel
