Fügen und verformen

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Mauerwerksbauten bestehen aus unterschiedlichen Bauteilen, unterschiedlichen Baustoffen und auch aus unterschiedlichen Steinarten. Infolge der jeweiligen Materialeigenschaften (Wärmeleitfähigkeit, Wärmeausdehnung, Kriech- und Schwindeigenschaften), der Verformungsrichtungen (horizontal/vertikal) und der Belastungen ergeben sich Verformungsunterschiede (Durchbiegung, Längenänderung), die konstruktiv beachtet werden müssen. Ziel einer jeden Planung und Ausführung von Mauerwerksbauten ist die Verminderung von Verformungen – und damit auch der Verhinderung von Bauschäden.

Maßnahmen:

  • Schaffung von Bewegungsfugen
  • Erhöhung der Bauwerk-Festigkeit, sprich der Zugfestigkeit, etwa durch Ringanker oder bewehrtes Mauerwerk.
Tragende Mauerwerkwände verformen sich in vertikaler Richtung durch Kriechen und Schwinden unter Eigengewicht, durch ständige Lasten, Verkehrslasten und Temperaturunterschiede. Diese Einflüsse sind bei Außen- und Innenwänden unterschiedlich groß. Durch die Verwendung unterschiedlicher Baustoffe bzw. Steinarten entstehen besonders große Verformungsdifferenzen. Mauerwerkgerechte Verzahnung und Aussteifung mindern das Risiko der Verformung zwischen den Bauteilen. Die Vermauerung in Stumpfstoßtechnik ermöglicht zusätzlich die Mischung der Steinarten – nicht in einer Wand, aber zwischen tragenden und nichttragenden Wänden sowie zwischen Vormauer- und Hintermauerschale bei der zweischaligen Außenwand.

Bildnachweis: Xella, Duisburg