Bemessung von Porenbeton-Mauerwerk
Beispiele zur Bemessung nach DIN 1053
Der Bundesverband Porenbeton bietet auf seinen Internetseiten das aktualisierte Berichtsheft 14 zur Bemessung von Porenbeton-Mauerwerk nach DIN 1053-100 zum kostenlosen Download an. Es ist in der 5. Auflage im Mai 2008 erschienen und umfasst 132 DIN A4 Seiten.
Bis zur Einführung der DIN 1053-100 im August 2006 konnte Porenbeton-Mauerwerk nur nach dem globalen Sicherheitskonzept der 1053-1 berechnet werden. Dass dieser Nachweis nun auch nach dem Teilsicherheitskonzept (semiprobabilistisches Sicherheitskonzept) geführt werden kann, ist eine notwendige Konsequenz der überarbeiteten Baustoff- und Lastnormen, die an das neue Sicherheitskonzept angepasst wurden. Der große Vorteil der überarbeiteten Norm liegt darin, dass Gebäude mit dem gleichen Sicherheitskonzept einheitlich berechnet werden können. Allerdings besteht für die Bemessung der Mauerwerksbauteile eines Gebäudes ein Mischungsverbot. Das heißt, ein Gebäude muss entweder einheitlich nach dem globalen Sicherheitskonzept (DIN 1053-1) oder nach dem neuen Teilsicherheitskonzept (DIN 1053-100) berechnet werden.
Zur Erläuterung des Berechnungsverfahrens werden für ausgewählte Bauteile aus Porenbeton-Mauerwerk Musterberechnungen nach dem Teilsicherheitskonzept durchgeführt. Als typische Bespiele von Mauerwerksbauten wurden ein Einfamilienhaus, ein Reihenhaus und ein Mehrfamilienhaus ausgewählt. Anhand dieser Gebäude werden beispielhaft Wandkonstruktionen aus Porenbeton nach dem neuen Teilsicherheitskonzept statisch nachgewiesen. Neben Innen- und Außenwänden umfasst die Planungshilfe auch Beispiele von Giebel-, Haustrennwänden und Wandpfeiler sowie eine Aussteifungswand. Die Musterberechnungen zeigen, dass die in typischen Porenbeton-Mauerwerksbauten vorkommenden Bauteile problemlos nach dem Teilsicherheitskonzept nachgewiesen werden können. Die Höhe der Sicherheitsreserven macht deutlich, dass in vielen Fällen auch Porenbeton-Plansteine geringerer Festigkeitsklassen oder kleinere Wandstärken ausreichend gewesen wären.
Insgesamt sind die durch Erläuterungen und Querverweise ergänzten Berechnungen übersichtlich gestaltet und gut nachvollziehbar.
