Ziegelsysteme

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Der Ziegel ist eigentlich ein Synonym für den Einhandstein und den kleinformatigen Mauerwerksbau, dennoch können durch Vorfertigung von Ziegeln großformatige Decken- und Dachelemente entstehen. Auf Fertigungstischen werden die Steine in Schablonen gesetzt, mit Beton (B 25) vergossen und als Elemente in so genannten Schränken getrocknet. Auf der Baustelle werden die Bauteile zusätzlich mit Beton vergossen, zur Fugendichtung und als kraftschlüssige Verbindung untereinander sowie zu den Ringankern.

Ziegeleinhängdecken
Ziegel-Einhängdecken werden bauseits hergestellt, sie bestehen in der Regel aus Stahlgitterträgern und Einhängziegeln. Mit solchen Decken sind Spannweiten zwischen 5,15 m (21 cm dick) und 7,95 m (28 cm dick) herzustellen, in Abhängigkeit von der Verkehrslast (von 1,0 bis 5,0 kN/m²). Alternative ist die Einhängdecke mit Holzbalken als Träger auszuführen, bis zu einer Verkehrslast von 2,0 kN/m², in F 30 B und F 60 B.

Ziegelelementdecken
Die Herstellung von Ziegelelementdecken erfolgt auf zwei verschiedenen Arten, entweder wie Einhängdecken mit Stahlträgern oder aus Stahlbetonträgern mit Rundstäben als Bewehrung. Die Elemente der Fertigdecken sind zwischen 1,00 und 2,50 m breit und verfügen über Spannweiten von 5,60 m bei 19 cm Dicke bis 7,40 m bei 24 cm Dicke. In die Elemente können Leerrohre eingelegt sowie Aussparungen für Treppen vorgesehen werden.

Ziegelmassivdach
Bauelemente für das Ziegelmassivdach sind schräg eingebaute Elementdecken, die in waagrechter oder senkrechter Spannrichtung verlegt und mit Ringankern an den Wandköpfen, den Ortgängen und am First verbunden werden. Sonderformen ermöglichen Öffnungen für Dachflächenfenster; außerdem sind vorgefertigte Gauben (allerdings aus Beton) lieferbar.

Bildnachweis: Arbeitsgruppe Ziegeldecke, Recklinghausen (1); Unipor, München (2)