Außenputz auf Kalksandsteinmauerwerk

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Generell hat sich Mauerwerk aus Kalksandstein als Putzgrund bewährt und zweischaliges Kalksandsteinmauerwerk kann problemlos mit verputzter Außenschale ausgeführt werden. Dabei kann auf eine Grundierung des Mauerwerkes in der Regel verzichtet werden. Geeignet sind Normalputze oder besser mineralischer Leichtputze. Die Verwendung von Baustellenmörtel wird generell nicht empfohlen, statt dessen sollten vorzugsweise Werkputzmörtel Verwendung finden.

Der Putzgrund Kalksandstein-Mauerwerk muss den Ausführungsregeln der DIN 1053-1 und den Anforderungen der DIN V 18550 genügen. Die Lagerfugen sind vollständig mit Mauermörtel auszufüllen, Stoßfugen dürfen nach DIN 1053 bis zu einer Breite von 5 mm unvermörtelt bleiben. Breitere Stoßfugen sind beidseitig mit geeignetem Mauermörtel beim Vermauern zu schließen. Der Putzgrund muss ebenflächig, tragfähig, ausreichend formstabil, staub- und frostfrei sein. Diese Anforderungen werden von fach- und regelgerecht ausgeführtem Kalksandstein-Mauerwerk durchweg erfüllt. Auf nasse Wandflächen darf nicht geputzt werden. Auf augenscheinlich feuchtes Kalksandstein-Mauerwerk mit ausreichender Saugfähigkeit kann jedoch geputzt werden. Im Zweifelsfall ist eine Probefläche anzulegen.

Zur Herstellung einer fachgerechten Putzoberfläche ist ein gleichmäßiger und nicht zu stark saugender Untergrund erforderlich. Eine besondere Vorbehandlung des Putzgrundes ist bei gleichmäßig normal saugendem Kalksandstein-Mauerwerk nicht erforderlich. Die üblichen Putze aus Werk-Trockenmörtel haften gut am Untergrund und weisen ein erhöhtes Wasserrückhaltevermögen auf. Bei Kalksandsteinen, die ein unterschiedliches Saugverhalten aufweisen, sollte die Haftung z.B. durch das Aufbringen einer mineralischen Haftbrücke verbessert werden. Dies gilt auch, wenn besonders hohe Putzdicken erforderlich sind.

Da der außen liegende Putz die Wandkonstruktion vor Schlagregen und anderen Witterungseinflüssen schützt, können in diesem Falle auch nicht frostbeständige Kalksandsteine nach DIN V 106-1 verwendet werden. Die Ausführungsvorschriften für Außenputze auf Kalksandsteinmauerwerk - insbesondere im Hinblick auf Schlagregensicherheit - sind allerdings zu beachten. Dabei wird die Ausführung eines Putzes mit Entkopplungseffekt empfohlen. Dieser Effekt wird durch eine relativ schubweiche Zwischenschicht - zum Beispiel einen Wärmedämmputz zwischen Vormauerschale und Oberputzschicht erzielt.

Bei Wahl eines Leichtputzes nach DIN 18550-4 als Zwischenschicht wird die Ausführung eines gewebebewehrten Oberputzes empfohlen. Auch bei verputzten Außenschalen ist eine Dehnungsfugenausbildung erforderlich. Bei Materialwechsel im Putzgrund müssen Putzbewehrungen eingearbeitet werden.