Wirkungsgradverbesserung KWK

Vergleich mit konventioneller Technik

Der Gesamtwirkungsgrad bei der Kraft-Wärme-Kopplung (erzeugter Strom und nutzbare Wärmeenergie bezogen auf die eingesetzte Brennstoffenergie) liegt bei ca. 80 bis 95 % und ist damit deutlich höher als der Wirkungsgrad eines konventionellen Kraftwerks. Dessen Wirkungsgrad liegt, je nach Brennstoff und eingesetzter Technik, "nur" bei 20 bis 58 % (der Strom-Mix in Deutschland liegt bei ungefähr 33 %).
Die Bewertung des Wirkungsgrades einer Kraft-Wärme-Kopplung-Anlage gegenüber des Wirkungsgrads der reinen Stromerzeugung gestaltet sich schwierig, da die zwei Energiearten "Heizwärme" und "Strom" thermodynamisch deutlich unterschiedliche Qualitäten aufweisen.

Um abzuschätzen, welche tatsächliche Wirkungsgradverbesserung bzw. Energieeinsparung sich mit Kraft-Wärme-Kopplung erzielen lässt, muss diese deshalb mit einer konventionellen Technik verglichen werden, welche die gleiche Menge an Heizwärme und Strom getrennt liefert. Damit ist der Vergleich mit einem Kraftwerk plus Heizkessel durchzuführen. Je nachdem, welchen technischen Standard und welchen Brennstoff man für die konventionelle Technik beim Vergleich zu Grunde legt, ergibt sich eine Wirkungsgradverbesserung von 5 bis 30 %. Die Verbesserungen fallen geringer aus, wenn bessere Technik für die getrennte Erzeugung von Strom und Heizwärme unterstellt wird. Das Ergebnis ist also entscheidend von der Wahl der Technik der Vergleichsanlagen abhängig und damit auch willkürlich!

Allgemein ist es zur Erzielung eines guten Wirkungsgrades sinnvoll, die
Wärmeverluste der Verteilleitungen gering zu halten. Dies trifft insbesondere bei Wohnsiedlungen zu, die mit einem kleinen Blockheizkraftwerk beheizt werden. In dem Zusammenhang sind eine kurze Leitungsführung und gute Wärmedämmung der Leitungen sowie niedrige, möglichst bedarfsangepasste Temperaturen empfehlenswert.
Ideal ist der Einsatz von Blockheizkraftwerken, wenn sie in ein vorhandenes Heiznetz einspeisen können, dass auch im Sommer einen Wärmebedarf hat (Krankenhäuser, Industriebetriebe,...)