Warmwasserbedarf für Wohngebäude

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Berechnungsgrundlagen und Dimensionierung

Der Wärmebedarf für Warmwasser-Speicher für „gemischt belegte“ Wohngebäude wird nach DIN 4708-2 berechnet. „Gemischt belegt“ bedeutet, dass die Bewohner, unterschiedliche Tagesrhythmen besitzen und nicht gleichzeitig warmes Wasser zapfen. Deshalb fallen auch Werkswohnungen mit Mietern, die zur gleichen Zeit duschen oder baden sowie Hotels oder Altenheime nicht in den Geltungsbereich der DIN 4708.

Die Bedarfskennzahl N hängt von der Anzahl der sogenannten Einheitswohnungen ab. Diese Einheitswohnung ist definiert auf 3,5 Bewohner, vier Räume, eine Badewanne mit 140 l Wasserinhalt und zwei Zapfstellen.

Die Bedarfskennzahl N wird nach der folgenden Gleichung ermittelt:

    N= Σ (n·p·v·wv)/p· wv
Einfluss auf die Berechnung haben folgende Kennwerte:
  • die Wohnungszahl n - Anzahl der Wohnungen im Gebäude/Gebäudekomplex, welche die gleiche Raumaufteilung, Bewohneranzahl und Sanitärausstattung besitzen
  • die Belegungszahl p - Anzahl der Bewohner pro Wohnung nach Angaben des Bauherrn oder mit Tabelle aus DIN
  • die Zapfstellenzahl v – Anzahl der Zapfstellen für Warmwasser wie Badewanne, Dusche und Handwaschbecken
  • der Zapfstellenbedarf wv – die Wärmemenge in Wh für die Entnahme von Warmwasser aus einer Zapfstelle
Für die Praxis werden für das Berechnen der Bedarfskennzahl N, die in der DIN 4708 enthaltenen Tabellen und Vordrucke (Formblätter) verwendet. Wurde die Bedarfskennzahl N damit ermittelt, kann der Fachplaner mit den Unterlagen der Speicher-Hersteller und der darin enthaltenen Angabe der Leistungskennzahl NL einen Speicher auswählen.

Bedingungen für die Speicherauswahl
  • Die Leistungszahl NL muss mindestens gleich groß oder größer als die Bedarfskennzahl N
  • Die Heizkesselleistung muss mindestens so groß sein wie die zusammen mit der Leistungskennzahl angegebene Warmwasser-Dauerleistung bei 10/45 °C.
  • Heizt der Heizkessel die Heizung und den Warmwasserspeicher, ist ein Kesselzuschlag für die Trinkwassererwärmung erforderlich
Bildnachweis: Buderus, Wetzlar