Temperatur von Trinkwarmwasser

Anforderungen und Planungshinweise

In der Heizungstechnik wird Wasser mit einer Temperatur von maximal 90°C als Trinkwarmwasser bezeichnet. Die maximale Temperatur darf an der Zapfstelle 60 - 65°C wegen der Gefahr von Verbrühungen nicht überschreiten. Dies ist durch geeignete technische Maßnahmen zu gewährleisten.

Wenn das Trinkwasser durch eine Solaranlage oder eine Wärmepumpe erwärmt werden soll, so ist für einen guten Wirkungsgrad dieser Wärmeerzeuger ein möglichst niedriges Temperaturniveau anzustreben. Dabei lassen sich weiterhin die Auskühlverluste des Trinkwarmwasserspeichers reduzieren. In diesem Fall bieten sich Speichertemperaturen von ca. 45°C an.

Für ein eventuell vorhandenes Spülbecken in der Küche dürfte diese Temperatur nicht ausreichen und sollte nach Bedarf erhöht werden. Wenn der Speicher allerdings längere Zeit mit einer Temperatur unter 60°C betrieben wird, sollte zur Verringerung der Legionellengefahr der Speicher zeitweise auf 60°C erhitzt werden. Weiterhin ist zu bedenken, dass eine niedrigere Speichertemperatur die Speicherkapazität verringert.

Kritereien die bei der Planung berücksichtigt werden sollten:

  • Sofortige Warmwassertemperatur verfügbar
  • konstante Wassertemperatur
  • ausreichende Zapfmenge
  • bedarfsgerechte Zapfrate
  • jederzeitige Verfügbarkeit
  • hygienisch einwandfreies Wasser
  • Wirtschaftlichkeit
  • umweltschonender Betrieb
  • kostengünstiger Betrieb
  • sicherer, gefahrloser Betrieb
  • leichte Reinigung